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Server einfach administrieren mit eBox

Server aus der Kiste

Läuft, Läuft nicht, Läuft…

Damit ist die Einrichtung des Dateiservers bereits beendet. Wie ein Blick auf die Startseite hinter »Summary« zeigt, ist der Dienst jedoch immer noch deaktiviert. Diesen Zustand ändert erst der Menüpunkt »Module Status« (Abbildung 8). Die hier befindliche Liste nennt alle derzeit verfügbaren Module. Welche davon aktiviert sind, zeigt ein Haken in der Spalte »Status« . Ihre Kollegin mit der Aufschrift »Depends« verrät, welche anderen Module aktiviert sein müssen, bevor sich das gewünschte Modul selbst nutzen lässt. Im Fall des Dateiservers (Zeile »file sharing« ) müssen das Netzwerk, sowie die Benutzerverwaltung (»users and groups« ) laufen. Ersteres ist standardmäßig aktiviert, »users and goups« muss man noch ankreuzen. Damit schaltet eBox endlich das »file sharing« frei, das man nun ebenfalls aktiviert. eBox startet jetzt automatisch im Hintergrund alle notwendigen Dienste und passt gleichzeitig die Firewall-Regeln an. Eine Kontrolle via »Summary« und der Zugriff von einem Windows-System aus beweisen, dass die Dateifreigabe läuft und funktioniert (Abbildung 9).

Abbildung 8: Hinter

Abbildung 9: Der Zugriff auf den von der eBox bereit gestellten Dateiserver funktioniert auch über Windows reibungslos.

Auf die gleiche Weise lassen sich schnell weitere Dienste einrichten, wie beispielsweise ein Druckserver. Einen neuen Bereich sollte man allerdings nur mit entsprechenden Grundkenntnissen betreten. Wer beispielsweise einen DHCP-Server aktivieren möchte, sollte mit den Begriffen Gateway und Nameserver etwas anfangen können.

Verteilungskampf

Sicherheitsbewussten Systemadministratoren dürften bei dem Gedanken, mehrere Dienste auf einem Server laufen zu lassen, die Haare zu Berge stehen. Besser wäre es, zumindest die Firewall auf einen zweiten Server auszulagern. Frühere eBox-Versionen hatten für diesen Fall noch vorgesorgt: Zunächst spendierte man jedem Server eine eigenständige eBox-Installation, auf denen man allerdings nur die ihnen jeweils zugedachten Dienste aktivierte. Ein weiterer Server, das so genannte eBox Control Center, übernahm dann die zentrale Steuerung der anderen eBoxen. Mit diesem Konzept ließen sich sogar die Server mehrerer unabhängiger Außenstellen bequem von der Firmenzentrale aus steuern und verwalten.

Im Frühling 2008 entschieden sich jedoch die eBox-Macher vom bis dato genutzten Unterbau Debian auf den Konkurrenten Ubuntu umzuschwenken. Dieser Umstellung fiel leider das komplette Control Center-Modul zum Opfer. Zwar liegt sein Quellcode noch in der Versionsverwaltung auf der eBox-Homepage [3], die letzten Aktualisierungen lagen bei Redaktionsschluss jedoch gut ein Jahr zurück. Irritierenderweise behandelt die im Downloadbereich erhältlich eBox-Dokumentation noch das Control Center, während sich das mit dem Quellcode ausgelieferte Handbuch darüber plötzlich ausschweigt. Ob und wenn ja, wann das Control Center zurückkehrt, ist somit derzeit noch ungewiss.

Ebenfalls der Schere zum Opfer fiel die SOAP-Schnittstelle, über die sich frühere eBox-Versionen fernsteuern und an andere Softwareprodukte anbinden ließen. Immerhin werkeln die eBox-Macher noch fleißig am SOAP-Modul, so dass zumindest seine Wiedergeburt relativ wahrscheinlich erscheint.

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