Die wichtigsten Neuerungen in Debian 5.0

Das bringt Lenny

In der Nacht vom 14. auf den 15. Februar hat das Debian-Projekt die Mirrors mit Version 5.0 befüllt. Lesen Sie hier, welche Neuerungen Lenny bringt.

Zum Valentinstag hat es endlich geklappt: Lenny rollt vom Band. Seit dem letzten stabilen Release vom April 2007 (Debian 4.0 Etch) sind nicht einmal zwei Jahre vergangen. Das neue Release unterstützt folgende Architekturen (armel ist neu): alpha amd64 arm armel hppa i386 ia64 mips mipsel powerpc s390 sparc.

Als Kernel kommt Version 2.6.26 zum Einsatz, den Support für Kernel 2.4 haben die Entwickler mit Lenny eingestellt, wer noch auf den alten Kernel angewiesen ist, bleibt deshalb vorerst am besten bei Debian 4.0.

Ebenfalls eingestellt haben die Entwickler den Support für die 32-Bit-Sparc-Version V8, Apache 1 und Xmms 1. Für Xmms und Apache bietet jeweils Version 2 Ersatz, wer noch einen 32-Bit-Sparc-Rechner betreibt, muss auf das Update verzichten. Die kompletten und sehr umfangreichen Release-Notes für sämtliche Architekturen finden sich unter http://www.debian.org/releases/lenny/releasenotes

Desktop

Für den einfachen Heimanwender wartet das neue Debian mit einem komplett grafischen Installer auf. Die Installation von Lenny gestaltet sich in etwa gleich einfach, wie bei den Mainstream-Distros Ubuntu und OpenSuse. Als Standarddesktop kommt Gnome in Version 2.22 zum Einsatz, KDE ist in Version 3.5.9 vertreten (mit zahlreichen Backports aus KDE 3.5.10), KDE-4-Fans müssen auf Pakete im unstable-Zweig zugreifen. Deben den zwei großen Desktopumgebungen unterstützt Lenny auch die leichteren Desktops XFCE und LXDE sowie eine Handvoll alternativer Fenstermanger.

Als X-Server kommt Version 7.3 zum Einsatz. Von OpenOffice bringt Debian 5.0 Version 2.4 mit, der Firefox-Klon Iceweasel ist in Version 3.0.5 auf den Datenträgern.

Die Stromsparfunktion für das automatische Hoch- und Heruntertakten von Prozessoren ist nun bei Notebooks automatisch aktiviert, auch Multimedia-Tasten wie sie heute die meisten Keyboards mitbringen soll das neue Debian von Haus aus unterstützen.

Lenny bietet nur noch im Backport-Repository Flashplayer-Pakete an, als Ersatz bringt die Standardinstallation bereits das Paket »swfdec-mozilla« mit.

Server

Auf der Serverseite verzichtet die neue Debian-Version auf den Support für den Logical-Volume-Manger EVMS, dafür unterstützt sie die Virtualisierungslösung KVM. Als Protokollisierungstool ersetzt das neue Rsyslog den alten Kernel-Logdaemon »klogd/sysklogd« . Das Monitoringtool Nagios ist nun in Version 3 vertreten, von MySQL und Postgres bringt Lenny die Version 5.0.51 beziehungsweise 8.3 mit. Den GNU Compiler haben die Entwickler auf Version 4.3 aufgefrischt, die Glibc kommt in Version 2.7.

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