Netzwerke mit Zenoss überwachen
Der Aufpasser
Monitoring-Start
Bevor es mit dem Monitoring losgehen kann, muss auf dem zu überwachenden Linux-Server das Paket »net-snmp«
installiert sein. Fehlt es, hilft auf Red-Hat- und CentOS-Systemen der folgende Befehl:
yum -y install net-snmp
Die Minimalkonfiguration auf dem Linux-Server erstellen Sie mit dieser Zeile:
echo 'rocommunity zenoss '↩ > /etc/snmp/snmpd
Damit erhält der Zenoss-Rechner die Berechtigung, sich zum SNMP-Daemon auf dem Linux-Server zu verbinden, wobei der Community-Name für den Nur-Lesezugriff »zenoss«
lautet.
Auf dem zu überwachenden Rechner muss der Port 161/UDP geöffnet sein, bevor Sie dann den SNMP-Daemon zum automatischen Start konfigurieren und direkt starten:
/sbin/service snmpd start /sbin/chkconfig snmpd on
Im Zenoss-Webinterface klicken Sie auf »Add Device«
in der linken unteren Ecke (Abbildung 3) und geben dann mindestens die folgenden Werte ein:
- Die IP-Adresse oder den Hostnamen des zu überwachenden Geräts.
- Die Klasse des Geräts, im Beispielfall »
/Server/Linux« - Der SNMP-Community-Name, hier »
zenoss«
Klicken Sie dann auf den Button »Add Device«
, um die Datensammlung zu starten. SNMP ist zwar das Default-Protokoll dafür, es lässt sich aber auf der Webseite ändern. Wichtig ist, dass die Geräteklasse stimmt, auf deren Basis Zenoss seine Daten erhebt.
Einige Monitoring-Events könnten schon in der Event-Konsole definiert sein, zum Beispiel um über eine Fehlkonfiguration zu informieren. Um die Event-Liste anzuzeigen, klicken Sie auf »Event Console«
in der oberen linken Ecke. Alarmmeldungen für weitere Events legen Sie fest, indem Sie auf den Link »Settings«
unterhalb von »Management«
klicken und dann auf das Tab »Users«
. Wählen Sie einen Benutzer aus und klicken dann auf das »Alerting Rules«
-Tab (Abbildung 4). Im entsprechenden Menü geben Sie der Regel einen Namen. Haben Sie die Änderungen bestätigt, ändern Sie die Regel, die festlegt, wie und wo Nachrichten verschickt werden, und schließlich die notwendigen Kriterien. Eine einzige Regel kann eine ganze Bandbreite an Alarmmeldungen abdecken, während eine feinere Justage mehrere Regeln erfordern kann.
Kommerzieller Ableger
Einige Open-Source-Firmen bieten kommerzielle Versionen ihrer Software an, deren Funktionsumfang sich von der freien Variante unterscheidet. Bei Zenoss ist der Hauptunterschied zwischen der Enterprise- und der Community-Version unter dem Namen Zenoss Core, dass die Firma schon einiges an Konfigurationsarbeit übernommen hat. Zum Beispiel übernimmt einer der Zenpacks im kommerziellen Zenoss das Monitoring von Microsoft Exchange. Der Firma Zenoss ist offensichttlich klar, dass echte Enterprise-Kunden deshalb für Support bezahlen, weil die schnellere Konfigurierbarkeit des Enterprise-Zenoss weniger eigene Ressourcen verbraucht.
Monitoring von Windows-Clients
Das Monitoring einer Windows-Maschine erfordert einige clientseitige Vorbereitungen. Zuerst müssen Sie den SNMP-Service installieren, und zwar über das Menü »Start«
| »Control Panel«
| »Add/Remove software«
| »Windows Components«
| »Select SNMP«
. Dummerweise ist die SNMP-Implementierung von Windows etwas begrenzt. Zenoss empfiehlt deshalb, das freie Add-on SNMP Informanz zu verwenden. Um den SNMP-Daemon zu konfigurieren, klicken Sie auf »Mein Computer«
und dann »Manage«
. Dann, unter »Services | SNMP Service«
, wählen Sie »Eigenschaften«
und tragen im »Security«
-Tab den SNMP-Community-Namen ein und definieren Sie in als Readonly.
Um zu konfigurieren, welcher Dienst SNMP-Pakete von bestimmten Hosts annimmt, fügen Sie einen Eintrag für den Zenoss-Server hinzu. Starten Sie dann den Service und achten Sie darauf, dass er in Zukunft automatisch startet. Der UDP-Port 161 muss offen sein, damit Zenoss mit dem Zenoss-Daemon reden kann.
Im Zenoss-Webinterface klicken Sie auf »Add Device«
und, geben die IP-Adresse oder den Hostnamen ein und wählen die Klasse »/Server/Windows«
und geben den SNMP-Community-String an. Weil Zenoss Windows-Maschinen auch per WMI überwachen kann, sollten Sie auch die Windows-Accountdaten angeben, um die Daten zu sammeln. Klicken Sie dazu auf Devices/Servers/Windows, wählen Sie das Tab »zProperties«
und geben sie die Werte in die Felder »zWinuser«
und »zWinpassword«
ein. Wenn Sie Domain-Authentifizierung verwenden, stellen Sie die Domain voran. Die Domain auf dem Windows-Server-Level einzugeben, bedeutet dass jede Windows-Maschine sie verwendet. Wenn Sie eine spezifische Konfiguration für einzelne Maschinen benötigen, verwenden sie die »zProperties«
dieses Devices.
Infos
- Zenoss: http://zenoss.com
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