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Wissen ist Macht

Es ist viel leichter, Fehler in einem Programm zu finden, wenn man weiß wie die einzelnen Systemaufrufe funktionieren, welche Parameter sie erwarten, welche Werte sie zurückgeben und so weiter. Viele dieser Informationen sind in den Entwickler-Manpages zu finden, die Sie mit der entsprechenden Abschnittsnummer aufrufen sollten, falls es ein gleichnamiges Kommando gibt, zum Beispiel »man 2 readlink« . Fehlen die Entwickler-Manpages, zum Beispiel bei einer Standard-Ubuntu-Installation, lassen sie sich über das Paket »manpages-dev« nachinstallieren.

Mit diesen Informationen können Sie oft sehr schnell sehen, was schiefläuft, wenn zum Beispiel ein Aufruf von »open()« fehlschlägt – allerdings ist nicht jede nicht gefundene Datei gleich ein Fehler. Ein Blick auf die Dateirechte schadet in keinem Fall, denn das ist mit die häufigste Fehlerquelle.

Strace ist nicht nur bei der Fehlersuche praktisch, sondern verschafft auch eine Menge Wissen über die Funktion eines Linux-Systems und seiner Serverprozesse. Der große Vorteil von Linux hierbei ist, dass sein Innenleben sehr gut zugänglich und auch – weitgehend – gut dokumentiert ist.

Der Autor

Juliet Kemp beschäftigt sich mit Linux, seit sie herausgefunden hat, dass es unterhaltsamer ist als Abschlussprüfungen. Sie arbeitet seit fünf Jahren als Systemverwalterin, findet Strace-Logs faszinierend und hat sich mit Begeisterung in die Manpages der Systemaufrufe vertieft, als sie diesen Artikel schrieb.

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