Drupal auf der Kommandozeile administrieren

Abgetropft

Das Drupal-CMS laesst sich leicht ueber das Web-Backend administrieren, aber das erfordert viele Mausklicks. Die Drupal-Shell ermoeglicht die Administration auf der Command Line.
Im Zentrum stehen dieses Mal Tools, mit denen sich Administratoren das Leben einfacher machen, indem sie Aufgaben automatisieren und skripten: ... (mehr)

Drupal hat sich in den letzten Jahren zu einem der am weitesten verbreiteten Content-Management-System fürs Web entwickelt. Was mit dem Drupal-Kern nicht möglich ist, lässt sich mit großer Sicherheit mit einem der unzähligen Module erreichen, die die Funktionalität des CMS erweitern, zum Beispiel E-Commerce, eine Photo-Galerie, eine Social Community und so weiter. Für den Administrator bedeutet das mehr Arbeit, denn alle diese Module müssen wie der Drupal-Kern stets auf dem aktuellen Stand sein – besonders wenn sie von einer Sicherheitslücke betroffen sind. Dieser Artikel verrät, wie man sich die Arbeit erleichtern und eine Menge Klicks ersparen kann.

Installation

Um das freie CMS zu installieren brauchen Sie einen Webserver, eine (MySQL-)Datenbank und das neueste Drupal-Paket von [1]. Entpacken Sie es im Webserver-Root und benennen Sie es gegebenenfalls um, im Beispiel auf den Namen »cms« :

tar -xzvf drupal-6.19.tar.gz
mv drupal-6.19 cms

Zur Webserver-Konfiguration gibt es eine Menge Optionen, zum Beispiel um mit virtuellen Hosts das CMS ins Wurzelverzeichnis zu verlegen und so weiter. Zur Demonstration soll es genügen, dass Drupal nun über »http://Servername/cms« erreichbar ist.

Drupal empfängt Sie mit der ersten Seite der Installationsroutine und fordert Sie auf, ein paar Dateien zu kopieren, umzubenennen und die Rechte anzupassen. Zum Beispiel verlangt Drupal Schreibrechte im Unterverzeichnis »sites/default« . Am besten Sie verzichten darauf, hier gleich Schreibrechte für alle zu vergeben. Stattdessen schauen Sie in der Konfiguration des Webservers nach, mit welcher User-ID oder Gruppen-ID er läuft (zum Beispiel »www-data« oder »apache« ) und passen die Eigentumsverhältnisse der entsprechenden Verzeichnisse und Dateien mit »chown« an. Nach der Konfigurations setzt der Drupal-Installer selber die Dateien wieder auf Read-Only.

Im vierten Schritt der Installation müssen Sie schließlich die Datenbankinformationen angeben. Eine Datenbank muss dann schon existieren. Sie legen sie mit einem Frontend wie PHP-My-Admin an oder direkt auf der MySQL-Konsole (Listing 1).

Listing 1

Datenbank anlegen

$ mysql -u root -p
Enter password:
Welcome to the MySQL monitor.  Commands end with ; or \g.
Your MySQL connection id is 684004
Server version: 5.0.90-community MySQL Community Edition (GPL)
mysql> create database drupal;
mysql> grant all privileges on drupal.* to 'Benutzer@localhost' identified by 'Passwort';
mysql> flush privileges;
mysql> \q

Die hier verwendeten Werte »drupal« , »Benutzer« und »Passwort« geben Sie im Installationsfenster ein. Es folgt noch die Eingabe des Administrator-Accounts mit E-Mail-Adresse und Passwort. Für die so genannten Clean URLs (also lesbare URLs statt kryptischer Zahlen) müssen Rewrites in der Webserver-Konfiguration erlaubt sein. Um eine für Suchmaschinen optimierte Website aufzubauen, ist das in jedem Fall empfehlenswert. Ist die Installation abgeschlossen, präsentiert Drupal Ihnen die Homepage.

Module

Nach der Installation sind einige Module per Default eingeschaltet. Zusätzliche Module aktivieren Sie unter »Administer | Site Building | Modules« . Dort finden Sie eine Liste der vorhandenen Module und ihren jeweiligen Status (aktiviert oder nicht) (Abbildung 1).

Abbildung 1: Ein einer frischen Drupal-Installation sind per Default nur wenige Module aktiviert.

Um sie zu aktivieren, klicken Sie die Checkbox an und bestätigen Sie am unteren Ende der Seite mit »Save Configuration« . Hängt ein Modul von einem anderen ab, zeigt Drupal das an und fordert Sie zur Bestätigung auf. Ist es nicht vorhanden, müssen Sie es von der Drupal-Website herunterladen (Abbildung 2) und es im Unterverzeichnis »sites/all/modules« entpacken.

Abbildung 2: Auf der Drupal-Website gibt es hunderte von Modulen für verschiedene Anwendungen, gegliedert nach Anwendungszweck.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Workshop: Performance-Optimierung von Red Hat Enterprise Linux

Hegen IT-Verantwortliche den Wunsch nach Performance-Gewinnen für die Server-Infrastruktur, ist dies unzureichender Leistung geschuldet oder fehlendem Platz für die Hardware-Erweiterung. Denn mehr Rechenpower lässt sich auf zwei Arten erzielen: Investitionen in zusätzliche Hardware oder die bessere Nutzung vorhandener Ressourcen. Letzteres erfordert einiges an Know-how und erfordert eine genaue Analyse der vorhandenen Umgebung. Dieser Artikel beschreibt die Optimierung von I/O, Netzwerk und CPU auf Basis von Red Hat Enterprise Linux. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Ausgabe /2014

Cloud Computing

Cloud Computing ist für mich

  • ein Buzzword ohne konkrete Auswirkungen auf meine Arbeit.
  • eine sinnvolle Technologie, die ich allerdings so bald nicht einsetzen werde.
  • eine interessante Technologie, die ich bereits praktisch evaluiere.
  • Alltag - ich setze heute bereits Clouds produktiv und erfolgreich ein.
  • alter Wein im neuen Schlauch. Was ist der Unterschied zu Virtualisierung?

Microsoft Azure