IPv6/IPv4-Dual-Stack einrichten

Dmitriy Melnikov, 123RF

Hochgestapelt

Bald sollen endgültig die IPv4-Adressen ausgehen. Was von dieser These zu halten ist und wie man sich auf die anstehende IPv6-Migration vorbereiten kann, verrät dieser Artikel.
Thematischer Schwerpunkt dieser Ausgabe ist die kontinuierliche Überwachung von Servern, Clients und anderen Geräten im Netzwerk: mit dem IPMI-Plugin, dem ... (mehr)

Die meisten Administratoren haben wohl schon davon gehört, dass Anfang 2011 die letzten IPv4-Adressen vergeben wurden. Wie es jetzt um den Vorrat an Adressen steht, ist schwer zu sagen. Die ganze Geschichte ist etwas kompliziert: Die IANA vergibt Adressen nicht an Endkunden oder Firmen, sondern nur an die fünf regionalen Internet Registries (RIR). Die wiederum certeilen sie an Firmen, Internetprovider oder weitere Internet Registries. Die IANA hat einzelne Teile des letzten großen Blocks an jede RIR bereits ausgegeben, und damit ist der eigene Adressenpool ausgeschöpft.

Vorratshaltung

Schwieriger ist abzusehen, wann der Vorrat der RIRs erschöpft ist. Bei der Vergabe spielen viele Variablen eine Rolle, etwa die stark schwankende Nachfrage zu unterschiedlichen Zeiten. Es ist anzunehmen, dass den RIRs noch ein paar Jahre lang IPv4-Adressen zur Verfügung stehen, nachdem der letzte Block von der IANA vergeben ist.

Der Nachfolger IPv6 ist schon einige Zeit in Arbeit und viele Router und Provider unterstützen das neue Protokoll bereits. Mehr und mehr Netzwerke werden in Zukunft IPv6 beherrschen, je weniger IPv4-Adressen es gibt. Dieser Artikel beschreibt im Folgenden, wie Sie selbst IPv6 konfigurieren und welche Fallen dabei auf Sie lauern. Selbst wenn Ihr Provider noch kein IPv6 anbietet, können Sie schon am Internet der Zukunft teilnehmen.

Viele Adressen

Das heute in Verwendung befindliche IPv4-Protokoll bietet nur Adressen mit 32 Bits, kann also maximal etwa drei Milliarden Geräte adressieren. IPv6 eröffnet mit seinen 128 Bits einen Adressraum von 2128 – eine ziemlich schwer vorstellbare Zahl mit 39 Stellen.

IPv6 bietet gegenüber dem alten Protokoll einige Vorteile, darunter die erweiterte Autokonfiguration und Multicasting, mehr Optionen für Quality of Service und mehr Nutzdaten. Neben den Vorteilen birgt IPv6 natürlich auch einige Risiken oder Schwierigkeiten, zum Beispiel bei der Migration.

Die Implementierung von IPv6 beinhaltet eine Reihe kleiner Schritte. Deren genaue Reihenfolge hängt von der jeweiligen Konfiguration ab, eventuell müssen Sie einige Schritte umstellen. Die im Folgenden näher beschrieben Schritte sind im Einzelnen:

  • Verbindung zum IPv6-Internet herstellen, zum Beispiel mit einem Router.
  • Für Hosts und Router eine IPv6-Security-Policy aufstellen.
  • IPv6 im internen Netz aktivieren.
  • IPv6 auf den einzelnen Hosts aktivieren.
  • Einzelne Dienste mit IPv6-Support ausstatten und starten, zum Beispiel DNS, IMAP/POP, SMTP und Web.

Auch wenn die Schritte bei Ihnen eventuell ein bisschen anders aussehen, gibt dieser Artikel dennoch für jeden einzelnen eine Hilfe.

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