Neue Software und Produkte

Branchen-News

Beinahe enzyklopädisch behandelt unser Schwerpunkt-Artikel über IPSEC verschlüsselte Verbindungen zwischen Linux, Windows, BSD, Solaris, Cisco- sowie ... (mehr)

Neuer Sun-Server von Oracle/Fujitsu

Oracle und Fujitsu kündigen einen neuen und verbesserten Sun-Server M3000 mit der neuesten Sparc64 VII+-CPU an, der 20 Prozent schneller sein soll als der Vorgänger. Das neue Servermodell soll sich besonders gut für anspruchsvollere Enterprise-Applikationen wie Datenbanken oder Business Intelligence Software eignen, denen es eine verbesserte Rechenleistung und einen höheren I/O-Durchsatz bieten kann. Administriert wird das System über das Oracle Enterprise Manager 11g Ops Center.

Neben den beiden Quadcore oder Dualcore-Sparc64 VII+-CPUs mit 2,86 GHz trägt auch eine besondere Unterstützung für SSDs zum Performance-Gewinn bei, das Oracle Database Smart Flash Cache Feature, das sich allerdings nur unter Solaris verwenden lässt. Zusammen mit Solaris und dessen Virtualisierungslösung, den Oracle Containern, soll der neue Rechner auch sehr gut für die Konsolidierung älterer Sun-Modelle geeignet sein.

FSFE zeichnet ARD aus

Im Zeichen des Document Freedom Day haben die Free Software Foundation Europe (FSFE) und die Foundation for a Free Information Infrastructure e.V. (FFII) die Webseite der ARD-Nachrichtensendung Tagesschau für den Einsatz freier Formate ausgezeichnet. Sabine Klein, stellvertretende Redaktionsleiterin von Tagesschau.de, nahm die Auszeichnung in Form eines Zertifikats und einer Torte mit der Aufschrift "rOgg on!" in Hamburg entgegen.

Die beiden Stiftungen lobten die ARD für die Verwendung des freien Video-Codecs Ogg-Theora, der den freien Zugang zu den Medien ermögliche. Matthias Kirschner von der FSFE wünschte sich in seiner Laudatio, dass andere Medienanstalten diesem Schritt folgen. Bei Tagesschau.de seien die Videos als Ogg-Dateien vorhanden, bei Tagesschau24 mittels HTML5-Tag eingebunden. In einigen Bereichen der Website müsse der Nutzer allerdings noch manuell vorgehen, um eine Ogg-Datei herunterladen und mit seinem Player anschauen zu können.

Einsatz von freier Software versüßt. Die FSFE überreicht Sabine Klein, stellvertretende Redaktionsleiterin von Tagesschau.de, die Auszeichnung.

HP baut Informationsmanagement aus

Mit einer Reihe neuer Produkte will HP seine Position im Sektor Information Management stärken. Zu den aktuellen Neuerungen gehört die erstmalige Verfügbarkeit von HPs Unterlagen- Managementsystem TRIM im europäischen Markt. Bisher war die Software, ursprünglich ein Produkt des 2008 aufgekauften australischen Anbieters Tower Software, nur in Amerika zu haben. Die neue TRIM-Version 7.1 integriert Microsoft Sharepoint und Office 2010 und verwaltet deren Dokumente anhand vorgegebener Policies im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen vieler Länder. So entspricht HP TRIM beispielsweise den Vorgaben des ISO-Standards 15489: 2001. Darüber hinaus erlaubt die Software die Umsetzung und Überwachung von Sicherheitsrichtlinien, die etwa regeln, welche Benutzer auf welche Dokumente Zugriff haben.

Auch HPs Enterprise-Backupsoftware Data Protector, die weltweit bereits 40 000 Kunden nutzen, ist nun in der neuen Version 6.2 erhältlich. Neu ist hier unter anderem ein Modul, das Reports zur Medienauslastung, Jobstatus oder Fehlern generiert. Rund 35 solcher Reports sind bereits vorkonfiguriert. Das bisher nur mit HPs High-End-Diskarrays mögliche sekundengenaue Recovery ist nun auch mit den Midrange-Modellen möglich.

Ein Distributed Granular Recovery getauftes Feature erlaubt es Anwendern von VMware oder Sharepoint, ihre Files ohne Administratorhilfe selbst wiederherzustellen. Schließlich erschien auch die integrierte Achiving-Plattform in einer neuen Version. Hervorzuheben ist hier die ausgezeichnete Skalierbarkeit, die es erlaubt, Mails von bis zu 300 000 Usern im Volumen von einem Petabyte zu archivieren. Das System, das nach Aussagen von HP bereits ab 500 Mail-Usern gewinnbringend einsetzbar ist, lässt sich auch auf virtuellen Servern installieren, was die Kosten deutlich senkt.

Quartalsmeldung: Oracle legt kräftig zu

Oracle hat Ende März seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2011 vorgelegt und meldet dort gegenüber dem Vorjahresquartal ein Umsatzwachstum von 37 Prozent auf 8,8 Milliarden US-Dollar.

Der Gewinn stieg um 78 Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar. Seit Oracle im Vorjahr Sun Microsystems geschluckt hat, werden die Quartalszahlen von Oracle mit Spannung erwartet und nach möglichen Verdauungsproblemen durchleuchtet. Die scheint es allerdings nicht zu geben. Oracle-Präsident Safra Catz ist mit dem Quartal sehr zufrieden und zeigt sich zuversichtlich, dass die Umsatzziele, die sich das Unternehmen für das Sun Business gesetzt hat, erreichbar sind. 1,5 Milliarden Umsatz erwartet Oracle von den zugekauften Sun-Besitztümern im gesamten Geschäftsjahr 2011.

Oracle-Chef Larry Ellison hebt bei seiner Quartalsbilanz lukrative, mehrjährige Verträge hervor, die Oracle in Sachen Cloud mit Kunden abgeschlossen habe. Salesforce.com sei ein Beispiel für ein Unternehmen, das sich beim Cloud Computing komplett auf Oracle-Lösungen verlasse.

James Gosling geht zu Google

James Gosling, Java-Erfinder, hat bei Google angeheuert. Gosling hatte kurz nach der Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle das Unternehmen verlassen. Nun vermeldet Gosling in seinem Blog http://nighthacks.com/roller/jag/entry/next_step_on_the_road, das er ab sofort bei Google arbeitet. Zuvor habe er einige tolle Angebote abgelehnt, schreibt Gosling.

Eine Stellenbeschreibung scheint es für den prominenten Entwickler nicht zu geben, er werde wohl von allem ein bisschen machen, glaubt er – und ab und zu einen mürrischen Griesgram geben, fügt er augenzwinkernd an.

Red Hat hofft auf den Milliarden-Umsatz

Mit 25 Prozent mehr Umsatz im vierten Quartal (245 Millionen US-Dollar) und 903 Millionen US-Dollar Umsatz im gesamten Geschäftsjahr 2011 sieht CEO Jim Whitehurst Red Hat auf einem guten Weg, als erste reine Open-Source-Firma die Milliarde zu machen. Der Gewinn im vierten Quartal stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal von 26 Millionen US-Dollar auf 33,5 Millionen an. Im gesamten Geschäftsjahr 2011 hat Red 107 Millionen US-Dollar verdient, verglichen mit 87 Millionen im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Whitehurst glaubt den Anstieg beim Jahresumsatz mit Subskriptionen um 21 Prozent auf 773 US-Dollar und die gestiegene Nachfrage in allen Segmenten jenen Kunden zuordnen zu können, die ihre IT modernisieren und für Cloud Computing umrüsten. Die Strategie des personellen Ausbaus der Vertriebsmannschaft und der Entwicklung habe sich ausgezahlt und die dieses Jahr neu auf den Markt gebrachten Releases von Red Hat Linux seien gut angekommen, so Finanzchef Charlie Peters.

Facebook gibt Einblick ins Data Center

Das Internet-Unternehmen Facebook hat mit dem Start des Open-Compute-Projekts die Spezifikationen der Server seines Datencenters im amerikanischen Prineville (Oregon) veröffentlicht. Oberstes Designziel war dabei die Einsparung von Energie und damit letztlich von Kosten, die sich bei einer derart großen Anzahl von Servern summieren. Gleichzeitig sollten die Server aber auch in der Herstellung nicht zu teuer sein.

Nach eigenen Angaben hat Facebook dieses Ziel erreicht: Das neue Data Center verbraucht nun 38 Prozent weniger Energie bei 24 Prozent geringeren Herstellungskosten. Das ist allerdings nicht nur den neuen Server-Designs zu verdanken, sondern auch der elektrischen Infrastruktur, die mit einem Grundspannungspegel von 480 V deutlich weniger Energieverlust verzeichnet. Die Server selbst besitzen neben der konventionellen Spannungsversorgung noch einen zweiten Anschluss für 12,5 V Gleichspannung, der nur für die Notfallversorgung per USV gedacht ist.

Die Spezifikationen der Server sind online frei verfügbar. Eine Ausführung arbeitet mit AMD-Prozessoren Opteron 6100 und verfügt über 24 DIMM-Slots. Das Intel-Pendant setzt auf Xeon 5500/5600 und besitzt 18 DIMM-Slots. Neben der Spezifikation der Komponenten bietet Facebook auch CAD-Files für die Platinen und die Server-Gehäuse zum Download an. Selbst die Baupläne der Racks und der USV-Batterieregale sind dort zu haben, wenn auch vermutlich nicht für jeden Anwender von Interesse. Ein Video auf der Open-Compute-Site gibt einen kleinen Einblick in den Design-Prozess des dreiköpfigen Facebook-Teams.

Berlin: Wettbewerb zu Open Source

Der sechste Ideenwettbewerb der Initiative "Berlin – Made to Create" sucht Ideen und Praxislösungen auf Basis von Open Source und Open Standards.

Veranstalter des Wettbewerbs sind die TSB Innovationsagentur und die Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft. Der Wettbewerb ist mit 12 000 Euro dotiert. Die Bewerbung für den Preis ist ab sofort möglich, aber lokal auf die deutsche Bundeshauptstadt begrenzt. Gesucht werden Unternehmen, Gründer sowie öffentliche und private Forschungseinrichtungen und Projektteams mit Sitz in Berlin. Die Einsendung der Bewerbungsunterlagen ist noch bis Ende Juni 2011 möglich.

Das Preisgeld teilt sich in die beiden Kategorien "Beste Ideen" und "Beste Praxisbeispiele". Weitere Informationen und ausführliche Teilnahmebedingungen sind bei der Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft http://www.berlin.de/projektzukunft/wettbewerbe/berlins-zukunft-ist-offen/ abrufbar.

Neue Serverprodukte von IBM

Unter dem Motto 'Smarter Computing' stellte IBM jetzt eine ganze Reihe neuer Produkte vornehmlich für ressourcenintensivere Businessapplikationen vor. Zu den Neuvorstellungen gehört unter anderem eine verbesserte Version des Brot-und-Butter-Rechners für anspruchsvollere Anwendungen IBM Power 750 mit dem Zusatz 'Express'. Im Vergleich zum Vorgänger soll er eine höhere Leistung bieten und wird ansonsten von IBM explizit gegen Oracles Sun-Server mit Sparc-CPU platziert. So soll er laut Hersteller – verglichen mit der Sun Sparc T5440 – die vierfache Leistung pro Watt erzielen und um das Zweieinhalbfache schneller sein.

Mit dem neuen Power 755 begibt sich der Anwender dann bereits in den Bereich des Hochleistungsrechnens, liefert das System doch bis zu 9,2 TFlops pro Rack (bei zehn Knoten). Als Cluster-Interconnect kommt Infiniband zum Zuge und die 8-Core-Power-7-Prozessoren mit 3,6 GHz unterstützen den kompletten Altivec Instruction Set.

Als reinrassigen Supercomputer muss man die neue Power 775 ansprechen, die sich bis auf mehr als 500 000 Cores ausbauen lässt und dann Leistungen im Petaflop-Bereich realisiert. Damit wird sie für klassische Anwendungen aus dem HPC-Umfeld interessant wie etwa Strömungsberechnungen, komplexe Simulationen, Klima- und Wettervorhersagen und Risikokalkulationen im Finanzbereich.

Einen Zuwachs an Performance und Energieeffizienz versprechen schließlich auch die beiden neuen Bladecenter PS703 und PS704 Express. Sie lassen sich mit 2,4 GHz Power-7-CPUs auf 16 oder 32 Cores pro Einschub in einfacher beziehungsweise doppelter Breite ausbauen und können unter AIX, IBM i (früher i5/OS) oder Linux klassische Rack- oder Tower-Server ersetzen. Ein Feature namens Live Partition Mobility ermöglicht dabei ganz ohne Virtualisierung die Migration laufender Anwendungen zwischen Blades oder zwischen Blades und Power-Servern.

Entwicklungsmeilenstein für MySQL 5.6

Mit der neuen MySQL-Version möchte Oracle sein Engagement für die populärste Open-Source-Datenbank unterstreichen, die wieder etliche neue Features spendiert bekam, die vor allem die Performance, Skalierbarkeit und Flexibilität adressieren. Dazu gehören beispielsweise ein verbesserter Query Optimizer und mehr Möglichkeiten beim Partitionieren von Tabellen sowie ein weiter ausgebautes Performance-Schema, das jetzt noch mehr einschlägige Statistiken anbietet.

Verbessert wurde ebenfalls die InnoDB-Storage-Engine, die nun schneller startet, bessere Ausführungspläne errechnet und umfangreiche Löschoperationen auf mehrere Threads verteilen kann. Die eingebaute Replikation glänzt nun mit absturzsicheren Clients.

Einige Features sind noch experimentell, erlauben aber bereits einen Eindruck von zukünftigen MySQL-Entwicklungen. Dazu gehört der Zugriff auf InnoDB-Tabellen mithilfe von NoSQL-Techniken oder Replikation-Slaves, die mehrere Threads parallel nutzen können, um Replication Events an ihre Server zu schicken.

Linuxtag 2011

Clouds, Virtualisierung, Technik und Fakten für Administratoren, so überschreiben die Veranstalter das Programm des Linuxtags 2011. Vom 11. bis 14. Mai gehört das Berliner Messegelände unter dem Funkturm wieder der Linux- und Open-Source-Szene. Bei den Vorträgen unterscheidet das neunköpfige Linuxtag-Team unter anderem zwischen den Bereichen Open Source im Data Center, beim Cloud Management und bei Unternehmensapplikationen. Security, IPv6, Datenbanken und Virtualisierung sind Schwerpunkte für den Admin. Java, Software Development und Webframeworks bedienen thematisch die Entwicklergemeinde.

Die Vorstellung von Projekten zum von Google ausgelobten Lunar X-Prize, bei dem es um die Entwicklung eines unbemannten Fahrzeugs für eine Mondmission geht, zählt zu den außergewöhnlichen Programmpunkten. Unter den Sprechern finden sich Wim Coekaerts, Oracles Vice President of Linux Engineering, und Bradley M. Kuhn, Executive Director der Software Freedom Conservancy, sowie Steve Coast, Gründer von Openstreetmap. Mehr Informationen zu den Sprechern und zur Messe gibt es unter http://www.linuxtag.org/2011/.

Das Programm des Linuxtags in Berlin lockte im vergangenen Jahr zahlreiche Besucher an.

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