Leistungsüberwachung in Windows Server 2008 R2
Stellschraube
Windows Server 2008 R2 stellt mit der Leistungsüberwachung ein mächtiges Tool zur Verfügung, um Performance-Probleme auf einem Server aufzudecken. Die Bedienung hat sich im Vergleich zu den Vorgängerversionen nur wenig geändert. Sie finden das Tool im Server-Manager unter »Diagnose\Leistung\Überwachungstools\Leistungsüberwachung«
. Schneller starten Sie es durch Eingabe von »perfmon.msc«
im Suchfeld des Startmenüs. Ein Aufruf von »perfmon /res«
startet den Ressourcenmonitor, der aktuell verbrauchten Ressourcen in Echtzeit anzeigt, ähnlich wie der Task-Manager.
Exchange und Active Directory
Treten Leistungsprobleme in Exchange oder anderen Serverdiensten auf, die von Active Directory abhängen, zum Beispiel beim Postfachzugriff oder dem Versenden von Nachrichten, liegt häufig auch ein Problem in Active Directory oder DNS vor. Das heißt, parallel zur Leistungsüberwachung sollten Sie noch eine Diagnose der Namensauflösung sowie der Domänencontroller durchführen, zum Beispiel über »dcdiag.exe«
. Exchange, aber auch andere Dienste, die den Windows-Verzeichnisdienst benötigen, greifen über die Systemdatei »wldap32.dll«
auf das Active Directory zu. Dabei laufen (vereinfacht) folgende Vorgänge ab:
- Die Datei »
wldap32.dll« auf dem Exchange-Server erhält durch einen Exchange-Prozess eine Anfrage, um auf den globalen Katalog zuzugreifen. - Per DNS versucht der Server, den globalen Katalog-Server aufzulösen, um auf diesen zugreifen zu können. Dauert das zu lange, verzögert sich bereits an dieser Stelle der Active-Directory-Zugriff.
- Nach der Namensauflösung baut »
wldap32.dll« eine Verbindung zum globalen Katalog auf und überträgt die
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