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PostgreSQL oder MySQL: Wer skaliert besser?

Das Datenbankduell

Die Konkurrenz von MySQL und PostgreSQL ist so alt wie die Datenbanken selbst und kennt keinen endgültigen Sieger. Nichtsdestotrotz ist das Kräftemessen immer wieder reizvoll und aufschlussreich. Das ADMIN-Magazin arrangierte deshalb jetzt ein Duell, das es so noch nicht gab.
Jens-Christoph Brendel

Um beim großen Datenbankduell MySQL versus PostgreSQL einerseits für maximale Fairness und andererseits dafür zu sorgen, dass die Zweikämpfer wirklich alle Register ziehen und sich in Bestform messen können, hat sich die ADMIN-Redaktion mit erfahrenen Sekundanten verstärkt. Jeder Beistand steuerte für "seine" Datenbank die besten Insider-Tuning-Tipps bei. Im Fall von MySQL half dankenswerterweise Oli Sennhauser, früherer Senior Database Consultant für MySQL bei Sun und heute als selbstständiger und neutraler MySQL-Berater mit der eigenen Firma FromDual unterwegs. Bei PostgreSQL unterstützte die Redaktion Susanne Ebrecht, PostgreSQL-Entwicklerin und unter anderem Mitbegründerin der europäischen PostgreSQL User Group. Heute ist sie beim PostgreSQL-Spezialisten 2ndQuadrant unter Vertrag.

Mithilfe dieser beiden Datenbankprofis sollte sich erweisen, was jeder der Kontrahenten im untersuchten konkreten Fall zu leisten vermag. Ein endgültiges Ergebnis war von vornherein nicht zu erwarten, denn mit anderen Parametern – etwa einem anderen Workload oder einer anderen Datenbankgröße – würden sich wahrscheinlich andere Resultate ergeben. Deshalb ging es auch nicht vordergründig um Sieg oder Niederlage, sondern vor allem um den Weg zum Ziel: Was muss ich messen? An welchen Stellschrauben kann ich drehen? Welchen Effekt hat welche Maßnahme? Welche Leistungssteigerung lassen die beiden Datenbanken relativ zu ihrer Default-Konfiguration zu? Wer profitiert besser von schneller Hardware?

Schließlich bleibt anzumerken, dass Geschwindigkeit nicht das einzige Kriterium sein kann, wenn man zwischen den beiden Datenbanken zu wählen hat. Da geht es außerdem häufig um Applikationen, die die Datenbank unterstützen können soll, um die Administrierbarkeit und eventuell bereits vorhandenes Know-how der einen oder anderen Sorte, um Ausfallsicherheit und damit um solche Dinge wie Clustering und Replikation, um

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