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Fedora 16 mit Cloud- und Virtualisierungs-Technologien

Testlabor

Die neueste Fedora-Version bietet ein gut gefülltes Sortiment neuester Basistechnologien. Da das Fedora-Projekt als Experimentierfeld für Red Hats Enterprise-Distributionen dient, kann der interessierte Administrator damit frühzeitig einen Blick auf kommende, für RHEL und RHEV geplante Technologien werfen.
Thomas Drilling

Fedora 16 positioniert sich mit seinen Schlüsselfeatures Kernel 3.1 und Gnome 3.2.1 wie gewohnt als Pionier in Sachen Linux-Technotrends. Die von Fedora angepasste Gnome-Version 3.2.1 hat das Zeug, sich unter den Nicht-KDE-Distributionen an die Spitze der Nutzer-Gunst zu katapultieren und vor allem Ubuntu dank unglücklichem Unity-Start Nutzer abzujagen. Zwar wirkt Ubuntu in der Gesamtheit seiner Komponenten stimmiger, die in Fedora 16 enthaltene Gnome-Version überzeugt aber mehr als Unity.

Für Administratoren sind nur einige Features von Gnome 3.2.1 interessant, wie etwa die desktopweite Integration von Online-Konten, samt zugehöriger Anwendungen Gnome Documents und Gnome Contacts, sowie die zahlreichen kleinen Verbesserungen an der Gnome-Shell, nur am Rande. Für Administratoren und Entwickler wichtiger sind die in Fedora 16 enthaltenen Development-Tools, wie Perl 5.14, die GCC-Python-Plugins, die Haskell-Platform und D2, die neueste Version der Programmiersprache D. Noch bedeutender scheinen die mit dem Kernel 3.1 einhergehenden neuen Funktionen für KVM und Xen sowie die überdurchschnittliche Ausstattung an Tools für Virtualisierung und Cloud Computing.

Neuer Kernel 3.1

Neben dem bei Fedora per Default aktiven SELinux lohnt sich vor allem ein Blick auf den neuen Kernel 3.1. Von den enthaltenen Verbesserungen am Btrfs-Dateisystem, wie etwa den geänderten Locking-Mechanismen, welche vorrangig für mehr Geschwindigkeit sorgen, profitiert Fedora 16 allerdings per Default noch nicht, weil sich die Red-Hat-Entwickler trotz ursprünglicher Planungen bei Fedora 16 noch einmal für Ext4 als Standard-Dateisystem entschieden haben. Der Grund dafür ist in erster Linie, dass es für Btrfs noch keine Reparatur-Tools gibt und das Dateisystem immer noch als experimentell gilt.

Außerdem erfuhr die erstmals beim Kernel 2.6.39 aufgenommene Unterstützung für

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