KVM etabliert sich als Standardlösung zur Virtualisierung unter Linux. Der ADMIN-Schwerpunkt hilft beim Bau virtueller Linux-Maschinen, stellt das ... (mehr)

Größere Platten

Hat der Quell-Server den Ziel-Server erfolgreich verifiziert, kann der Administrator die Replikation weiter konfigurieren und die Authentifizierung festlegen, mit der sich Ziel- und Quell-Server miteinander verbinden. So wählt er etwa aus, welche virtuellen Festplatten auf den Ziel-Server repliziert werden sollen. Windows Server 2012 arbeitet bei virtuellen Festplatten mit VHDX-Dateien, die eine Größe von 16 TByte erreichen können – in Windows Server 2008 R2 SP1 sind VHD-Dateien auf 2 TByte beschränkt.

Außerdem lässt sich festlegen, ob die Replikation auch Schnappschüsse mitreplizieren soll oder nur den eigentlichen Server. Neben dem aktuellsten Zeitpunkt kann man beliebige Wiederherstellungspunkte in der Vergangenheit erlauben. Allerdings erhöht das deutlich den Ressourcen-Verbrauch der Replikation. Die letzte Option steuert die erste Replikation des Servers. Man kann in diesem Bereich eine sofortige Replikation anstoßen oder sie zeitgesteuert starten (Abbildung 2).

Abbildung 2: Festlegen der Optionen für die initiale Replikation.

Wer sich extra neue Rechner für Hyper-V zulegt, sollten darauf achten, dass sie auch mit genügend Netzwerkkarten ausgestattet sind. Wichtig ist dabei auch, dass die Karten die neuen Funktionen in Hyper-V unterstützen. In den Netzwerkeinstellungen lassen sich unter anderem Berechnungen für IPsec vom Prozessor des virtuellen Servers auf die Netzwerkkarte auslagern.

Ebenfalls neu in Hyper-V ist die Single-Root I/O Virtualization (SR-IOV). Auch hier lassen sich Hardware-Funktionen von Netzwerkkarten durch Hyper-V nutzen. Dazu stellen kompatible Netzwerkkarten für virtualisierte Umgebungen implementierte E/A-Kanäle zur Verfügung, mit denen sich die Netzwerkkarte gegenüber virtualisierten Servern wie mehrere Netzwerkkarten verhält. SR-IOV ist vor allem bei E/A-intensiven Anwendungen interessant, etwa für SQL Server.

Virtuelle Switches

Bevor man auf einem Hyper-V-Host virtuelle Server installiert, besteht der erste Schritt in der Konfiguration des virtuellen Switches, in Hyper-V auch vSwitch genannt. Dazu steht im Hyper-V-Manager der Bereich »Manager für virtuelle Switches« zur Verfügung. Zunächst erstellt man für die einzelnen physischen Netzwerkkarten im Server einen virtuellen Switch. Im Bereich MAC-Adressbereich lässt sich der dynamische MAC-Bereich festlegen, den die virtuellen Netzwerkkarten der Server erhalten.

Für virtuelle Server lassen sich aber auch statische MAC-Adressen festlegen. Das ist vor allem bei einem Betrieb im Cluster wichtig. Verschiebt man virtuelle Server zwischen den Clusterknoten, ändern sich beim Neustart die MAC-Adressen, da jeder Knoten seinen eigenen Pool hat. Das kann zu Problemen mit der Windows-Aktivierung sowie mit Netzwerklastenausgleichs-Clustern führen.

Virtuelle Switches agieren als Layer-2-Netzwerkswitches und erlauben auch die Einbindung von NDIS-Filtern (Network Device Interface Specification) und von Windows-Filtering-Platform-Treibern. Auf diese Weise lassen sich auch Plugins von Drittherstellern in Hyper-V einbinden, die erweiterte Netzwerk- und Sicherheitseinstellungen für virtuelle Server bieten (Abbildung 3). Die entsprechenden Einstellungen sind über den Menüpunkt »Erweiterungen« für jeden einzelnen vSwitch zu finden.

Abbildung 3: Die Erweiterungen für virtuelle Switches in Windows Server 2012 bieten Protokollierung und Filter per Windows Filtering Platform.

Sind die physischen Netzwerkkarten des Servers jeweils einem virtuellen Switch zugeordnet, lassen sich diese den einzelnen virtuellen Servern zuweisen. Das erfolgt beim Erstellen der virtuellen Maschine oder nachträglich in den Einstellungen über den Bereich »Netzwerkkarte« . Die erste Einstellung besteht in der Zuweisung des virtuellen Switch. Direkt auf der Startseite steht auch die Steuerung der Bandbreite zur Verfügung. Auf diese Weise lässt sich die erlaubte Netzwerknutzung virtueller Server genauer steuern als in Windows Server 2008 R2.

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