KVM etabliert sich als Standardlösung zur Virtualisierung unter Linux. Der ADMIN-Schwerpunkt hilft beim Bau virtueller Linux-Maschinen, stellt das ... (mehr)

Mehr-Komponenten-Kleber

Die neue oVirt-Version 3.1 steht auf der oVirt-Projektseite zum Herunterladen zur Verfügung. Das Paket enthält den JBoss-Applikationsserver 7.0 als Fundament der oVirt-Engine, den KVM-Hypervisor, ein in Python geschriebenes SDK, je ein Admin- und User-Portal als Webanwendung sowie die zum Aufsetzen der Libvirt-VDSM-Nodes/Host benötigten Komponenten. Jeder oVirt-Node besitzt seinen eigenen Hypervisor, seinen eigenen Storage Pool und seine eigenen Disk Images.

Die oVirt-Nodes kommunizieren über einen Stack aus Libvirt und dem sogenannten oVirt Host Agent (VDSM) mit der oVirt-Engine, die letztlich den ganzen Rechnerverbund verwaltet. Die virtuellen Gastsysteme teilen über in Python realisierte oVirt Guest Agents der oVirt-Engine unter anderem mit, welche IP-Adresse sie verwenden, welche Anwendungen auf ihnen installiert sind, oder wie viel Speicher sie benötigen.

Weitere Komponenten sind das auf Java basierende Webinterface zum Einrichten, Konfigurieren und Verwalten von Hypervisoren (Wirten) und Gastsystemen, das User Portal, mit dem sich User an den Gastsystemen anmelden und schließlich die REST-API zum Anzapfen der oVirt-Engine durch eigene Programme oder Skripte. Neben diesem gibt es außerdem noch ein Kommandozeilen-Interface. Das Backend der oVirt-Engine speichert sämtliche Daten und Konfigurationen in einer PostgreSQL-Datenbank und authentifiziert Benutzer über OpenLDAP oder Active Directory. Unabhängig von RHEV und Red Hat soll sich oVirt künftig zum "Orchestrieren" von Cloud- und Virtualisierungs-Umgebungen als freie Alternative zu VMware und Citrix etablieren.

Neuerungen in oVirt 3.1

Für all jene, die oVirt 3.0 mit CentOS 6.3 oder Fedora 17 bereits ausprobiert haben, sind die Neuerungen der aktuellen Version 3.1 von Interesse [4]. So unterstützt die oVirt-Engine beispielsweise jetzt Red Hats Directory Server oder IBMs Tivoli Directory Server zur Authentifizierung. Außerdem unterstützt oVirt 3.1 unter anderem das Anlegen und Klonen von Live-Schnappschüssen, Hotplugging in virtuellen Maschinen und kann aus virtuellen Maschinen heraus externe Blockgeräte als lokale Festplatte einbinden. Darüber hinaus lassen sich mit oVirt 3.1 Storage-Cluster konfigurieren.

Besonders interessant für den folgenden Workshop ist der neue Installationsmodus "All-In-One", der es dem Admin ermöglicht, zum Beispiel einen Fedora-Host in einem Rutsch wahlweise als Management Maschine oder Hypervisor zu konfigurieren. Als weitere Neuerungen seien die Unterstützung zum Mounten beliebiger Posix-kompatibler Dateisysteme, der Import virtueller Maschinen und die Integration des oben genannten Python-SDKs sowie der Kommandoschnittstelle genannt. Entwickler dürften sich zudem über die Erweiterung des REST-API mit JSON und den Session-Support freuen.

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