Mit Hardware-Beschleunigung und schnellem Netz hilft Desktop-Virtualisierung, Administrationsaufwand und Kosten sparen, ADMIN 04/2013 verrät, wie die ... (mehr)

Debian meets FreeBSD

Die Debian-Distribution namens GNU/kFreeBSD [5], die einen FreeBSD-Kernel mit dem üblichen Debian-Userland verbindet, basiert nun auf FreeBSD 9. Das bedeutet insbesondere, dass die Version 28 des ZFS-Dateisystems unterstützt ist, die Deduplizierung und Triple-Parity-RAID-Z beherrscht. iSCSI-Storage lässt sich mit der Userspace-Implementierung "istgt" anbinden. Die Verschlüsselung ganzer Festplatten ist mit der BSD-Technologie "geli" möglich. Auch die Sicherheitstechnologie "jails", eine Art verbessertes Chroot, funktioniert mit GNU/kFreeBSD.

Zwei Wochen nach dem Wheezy-Release veröffentlichte auch das Debian GNU/Hurd Team hat eine neue Version ihrer Debian-Distribution, die aber statt auf Linux auf dem Hurd-Microkernel basiert [6]. Bei den Paketquellen handelt es sich um einen aktuellen Snapshot des Debian-Entwicklerzweigs "Sid", der derzeit weitgehend identisch mit Wheezy ist. Somit sind mehr als 10 000 Pakete für Debian GNU/Hurd verfügbar, allerdings bisher nur für die i386-Architektur.

Microkernel

GNU/Hurd implementiert ein Unix-artiges Betriebssystem mit einem Microkernel, der nur grundlegende Funktionen enthält. Weitergehende Funktionalität wie Dateisysteme, die Linux im Kernel implementiert, sind in eigene Serverprozesse ausgelagert. Mit der DDE-Umgebung lassen sich beispielsweise Netzwerktreiber des Linux-Kernels in Hurd verwenden. Seit Mai 2013 bietet Hurd experimentelle Unterstützung für SATA-Geräte. Für den produktiven Einsatz eignet sich Hurd nach Aussagen der Entwickler bisher noch nicht.

Zur Installation von Debian-Linux gibt es wie üblich diverse Medien, etwa ein Mini-Image zur Installation der meisten Pakete aus dem Netz oder eine Serie von Images, die alle Pakete enthalten (Abbildung 1). Diesem Heft liegt eine CD bei, auf der sich die meisten wichtigen Pakete befinden. Den Rest lädt der Installer aus dem Netz. Wer Debian 6.0 installiert hat, kann sein System komplett aktualisieren, indem er erst die alte Distribution auf den laufenden Stand bringt, die Repository-Quellen auf den Wheezy-Stand ändert und schließlich noch einmal mit »apt-get update« , »apt-get upgrade« und »apt-get dist-upgrade« aktualisiert.

Abbildung 1: Der Debian-Installer bietet beim Booten eine grafische und eine textbasierte Ausführung.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Support-Ende von SMBv1

Mit dem aktuellen Update für Windows 10 und Windows Server 2016 steht eine Änderung ins Haus, die gerade für Benutzer älterer Linux-Distributionen große Auswirkungen hat. Nachdem Microsoft es über viele Jahre schon angekündigt hat, entfernt der Konzern mit dem aktuellen Update-Release den Support für das SMB-Protokoll 1. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Linux-Backup

Welche Backup-Lösung setzen Sie für Linux im professionellen Umfeld ein?

  • keine
  • eigene Scripts
  • rsnapshot
  • rdiff-backup
  • Bacula
  • Bareos
  • Borg
  • Duplicity
  • Amanda
  • Burp
  • Clonezilla
  • Acronis
  • Arkeia
  • SEP sesam
  • Veeam
  • Redo Backup
  • Relax-and-Recover
  • andere kommerzielle Software
  • andere Open-Source-Software

Google+

Ausgabe /2018

Microsite