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Termine planen, Nachrichten austauschen, Kundendaten verwalten, am besten auch vom Smartphone aus. Das alles und noch viel mehr sollen moderne ... (mehr)

Digital Attack Map visualisiert DDoS-Angriffe

Aus einer Zusammenarbeit von Google Ideas und Arbor Networks ist die Digital Attack Map hervorgegangen, die unter der Adresse http://www.digitalattackmap.com/ zu finden ist. Sie stellt die Daten über DDoS-Angriffe grafisch dar, die Arbor mit seinem ATLAS Threat Monitor gesammelt hat. Aktualisiert wird der Bestand täglich.

Zusammen mit der Digital Attack Map hat Google unter dem Überbegriff "Free Expression Tools" noch zwei weitere Projekte vorgestellt. Das eine ist eine Browser-Erweiterung namens uProxy, die es Anwendern ermöglichen soll, sich gegenseitig zuverlässige und gegen Abhören geschützte Verbindungen ins Internet bereitzustellen. Entwickelt wurde uProxy von der Universität Washington und Brave New Software. Unterstützt wurde das Projekt von Google Ideas.

Das zweite "Free Expression Tool" firmiert unter dem Namen "Google Shield" und erlaubt es Website-Betreibern, ihre Inhalte über das Google-Netz anzubieten. Damit sollen sie besser vor Angriffen aus dem Internet geschützt sein. Für den Dienst ist derzeit noch eine Einladung nötig, die man auf der Webseite des Project Shield anfordern kann.

eBay eröffnet Data Center mit Brennstoffzellen

Die Firma eBay hat im US-amerikanischen Bundesstaat Utah ein Data Center eröffnet, das mit Brennstoffzellen betrieben wird. Damit will eBay den Ausstoß an Kohlendioxid wie auch die Betriebskosten für das Rechenzentrum senken. Die Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) werden von der Firma Bloom Energy hergestellt und verwenden als Brennstoff Erdgas, das über eine elektrochemische Reaktion Strom erzeugt. Andere Kunden von Bloom sind etwa Nokia, Google, Adobe und NTT.

Ursprünglich war geplant, dafür Biogas zu verwenden. Eine dauerhafte Versorgung konnte damit aber laut eBay nicht gewährleistet werden. Dank der hohen Zuverlässigkeit der Brennstoffzellen-Technologie, kann eBay bei dem neuen Data Center auf die sonst üblichen Diesel-Generatoren zur Backup-Stromversorgung verzichten. Dem Ziel, bis zum Jahr 2015 wenistens acht Prozent des eigenen Energieverbrauchs aus "saubereren Quellen" zu decken, will Ebay damit ein Stück näher kommen.

Brennstoffzellen von Bloom Energy

Samba 4.1 veröffentlicht

Mit Version 4.1 haben die Samba-Entwickler eine ganze Reihe von Verbesserungen in ihre Software integriert, mit der sich ein Active-Directory-Controller in freier Software nachbilden lässt. Neu ist etwa der Support von verschlüsselten Verbindungen über das SMB3-Protokoll in den Samba-Client-Tools. Beim Samba-Server wurde die Datenbank-Replikation im Domain-Controller-Modus verbessert. Sie soll nun schneller und zuverlässiger ablaufen.

Der Support für serverseitiges Kopieren von Dateien auf Shares beschleunigt Kopiervorgänge, wenn die angebundenen Clients dies unterstützen, etwa in Windows 2012. Noch weiter beschleunigt wird dieser Vorgang durch ein neues VFS-Modul, das das Linux-Dateisystem Btrfs in Samba integriert. Btrfs selbst befindet sich allerdings noch im Entwicklungsstadium, deshalb steht dieses Feature unter Vorbehalt.

Mirantis veröffentlicht OpenStack-Distribution

Die Firma Mirantis hat eine aktuelle Version ihrer OpenStack-Software-Distribution herausgegeben. Es handle sich um die "erste OpenStack-Distribution für den Enterprise-Markt ohne Lock-in", also ohne Bindung an einen spezifischen Hersteller, so Mirantis in seiner Ankündigung. Der Grund dafür sei laut Mirantis-Chef Adrian Ionel, dass die Firma keine eigenen Pläne hinsichtlich Software-Vertrieb verfolge. Man sei vielmehr nur darauf konzentriert "Kunden dabei zu helfen, mit OpenStack erfolgreich zu sein." Tatsächlich besteht das Geschäft von Mirantis darin, Kunden, zu denen etwa AT&T, Cisco WebEx, Comcast, Dell, The Gap, NASA, NTT Docomo, PayPal, Red Hat, Sprint und Verizon gehören, bei der Einführung von OpenStack zu unterstützen.

Die OpenStack-Pakete von Mirantis sind für die Linux-Distributionen von Red Hat, CentOS und Ubuntu ausgelegt und basieren noch auf dem Grizzly-Release von OpenStack. Die eben erschienene Version "Havana" soll am 11. November als Mirantis-Distribution verfügbar sein. Über die Kernpakete von OpenStack hinaus enthält die Distribution auch das grafische Deployment-Tool Fuel, das Mirantis im März dieses Jahres freigegeben hat. Enthalten sind außerdem die Komponenten Savanna, das einen Hadoop-Cluster basierend auf OpenStack realisiert, und Murano, das einfaches Windows-Deployment ermöglicht. Neben der Standard-Storage-Komponente "Swift" unterstützt die Mirantis-Version von OpenStack auch das verteilte Dateisystem Ceph.

Der behaupteten Offenheit zum Trotz erfordert ein Download der Mirantis-OpenStack-Distribution unter http://software.mirantis.com/ die vorherige Registrierung.

Weed-FS: neues Dateisystem für große Datenmengen

Unter dem Namen Weed-FS gibt es ein neues Dateisystem, das für sehr große Datenmengen ausgelegt ist, die von Anwendungen oft gelesen werden. Dabei orientiert es sich an der Storage-Methode, die Facebook beim Speichern von Fotos verwendet und in dem Papier "Finding a needle in Haystack: Facebook's photo storage" dargelegt hat. Der Schlüssel zu hoher Lese-Performance liegt dabei in der Minimierung und der Verteilung von Metadaten, die nach den Untersuchungen Facebooks auf konventionellen Dateisystemen wie NFS zu einem großen Overhead führen.

Weed-FS verzichtet wie die Haystack-Software auf die klassische Posix-File-Semantik, also beispielsweise auf die Vergabe von Dateirechten. Stattdessen arbeitet Weed-FS als einfacher Key-Value-Storage, der über mehrere Rechner verteilt ist. Auch die Metadaten zu jedem Objekt, die nur etwa 40 Byte umfassen, liegen im Hauptspeicher der Knoten und nicht auf dem Master-Server, der somit nicht zu einem Engpass beim Zugriff werden kann. Weed-FS ist in Go geschrieben und steht als freie Software unter der Apache-2.0-Lizenz. Der Code ist unter https://code.google.com/p/weed-fs/ zu finden.

Neues Entwicklerkit für IPv6 im Internet der Dinge

Die Firma Libelium bietet ein neues Entwicklerkit für Projekte an, in denen Sensoren und andere Kleinelektronik per IPv6 ans Internet angebunden wird. Das dafür vorgesehene Protokoll 6LoWPAN (IPv6 over Low power Wireless Personal Area Networks) wird von einer Arbeitsgruppe der IETF entwickelt.

Das 6LoWPAN-Developer-Kit basiert auf der Waspmote-Plattform von Libelium, die über das neue Protokoll Sensoren ans Internet anbinden kann. Derzeit gibt es dafür bereits mehr als 60 Sensoren, etwa für Emissionsmessung, Strahlungsmessung, Smart Metering und GPS. Die Software für das Kit namens Mote Runner steuert IBM Zürich bei. Sie enthält verschiedene Bibliotheken zur Programmierung und eine Eclipse-basierte grafische Entwicklungsumgebung. Der Preis für das Kit startet bei etwa 2500 Euro und enthält bereits etwa 20 Sensoren.

IPv6 soll die Grundlage für das sogenannte Internet der Dinge (Internet of Things) legen, das von diversen Herstellern und Consultants als neues Hype-Thema propagiert wird: Bis zum Jahr 2020 wird sich die Zahl der ans Internet angeschlossenen Geräte von heute 2,5 Milliarden auf 30 Milliarden erhöhen, meinen die Analysten von Gartner. Der Router-Hersteller Cisco, der das Thema aggressiv vorantreibt, geht gar von 50 Milliarden Geräten aus (siehe dazu die Infografik des Herstellers links). Wie realistisch solche Zahlen sind und wie etwa die damit verbundenen Sicherheitsfragen gelöst werden sollen, ist unklar. Mehr Informationen zum 6LoWPAN-Kit sind unter http://www.libelium.com/products/waspmote-mote-runner-6lowpan zu finden.

Oracle kündigt neue In-Memory-Option an

Auf der hauseigenen Konferenz und Messe OpenWorld in San Francisco hat Oracle als bedeutendste Neuerung im Datenbankbereich eine In-Memory-Option vorgestellt. Oracle vereinigt dabei zwei schon seit Längerem existierende Technologien: Die Ablage kompletter Tabellen im Hauptspeicher und ein spaltenorientiertes Ablageformat (Columnar Format). Die neue Option, die mit dem ersten Patch Release von Oracle 12 im ersten Quartal 2014 verfügbar sein wird, zeichnet sich durch zwei wesentliche Vorteile aus: Zum einen kann die gesamte Infrastruktur der Oracle-Datenbank etwa in den Bereichen Backup, Hochverfügbarkeit und Security mit der neuen Option verwendet werden. Das ergibt einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber In-Memory-Konkurrenzprodukten, die für diese Gebiete erst Lösungen neu entwickeln müssen. Zum anderen können bestehende Anwendungen ohne Änderung von dem möglichen Geschwindigkeitszuwachs profitieren.

Ein einfacher SQL-Befehl kann einer bestehenden Tabelle eine In-Memory-Speicherstruktur hinzufügen (und sie auch wieder entfernen). Das spaltenorientierte Format hat dabei einen ähnlichen Effekt wie ein Index und kann Zugriffe insbesondere aus Analytics- und Reporting-Anwendungen um den Faktor 100 beschleunigen. Restriktionen bezüglich der verwendbaren SQL-Konstrukte gibt es nicht. Eine zeitintensive Datenmigration findet nicht statt. Scale-Out-Lösungen wie Oracle RAC können weiter benutzt werden.

Mod-Statistics: SNMP für Apache

Ein neues Modul für den Apache-Webserver ermöglicht es, Variablen und Statistiken über SNMP (Simple Network Monitoring Protocol) auszulesen. Mod-Statistics ist jetzt in Version 1.0 verfügbar und implementiert damit bereits den Support für das kommende HTTP-2.0-Protokoll. Die Software besteht aus einem Apache-Modul und einer Extension für Net-SNMP. Die verfügbaren SNMP-Variablen sind in der APACHE2-MIB (Management Information Base) definiert. Zur aktiven Alarmierung kann Mod-Statistics auch SNMP-Traps verschicken. Der Quellcode ist unter http://sourceforge.net/projects/apachestatistics/ zu finden.

Neuer Flash-Speicher von Dell

Ab sofort sind die neuen Flash-optimierten Lösungen des Dell-Compellent-Systems verfügbar, deren entscheidender Vorteil hohe Speicherkapazitäten bei niedriger Latenzzeit und hoher Leistung ist. Die Flash-optimierte Lösung des Dell-Compellent-Systems ist die erste Storage-Lösung ihrer Klasse, die eine intelligente Datenanordnung bietet – entweder unter Einbeziehung unterschiedlicher Flash-Technologien oder kombiniert mit herkömmlichen Festplatten. Mit diesem zukunftsweisenden Ansatz können Unternehmen alle wichtigen Daten auf einem Flash-Speicher bereitstellen. Das ist schneller und billiger als mit einem vergleichbaren herkömmlichen 15K-Festplattensystem. Die Anwender profitieren von automatisch arbeitenden Tiering-Funktionen, die gleichzeitig für eine hohe Performance sorgen.

Die neue Software in der Version 6.4 des Dell Compellent Storage Center schreibt die Daten zunächst auf hochperformante und hochverfügbare SLC-Drives. Werden die Daten seltener benötigt, verlagert sie die Software automatisch auf Second-Tier-MLC-Drives und schließlich auf kostengünstige Festplatten mit großen Speicherkapazitäten. Dieser Tiering-Ansatz, der unterschiedliche Flash-Speicher mit herkömmlichen Festplatten kombiniert, ermöglicht im Vergleich zu reinen Flash-Arrays, die nicht hinsichtlich Kosten oder Performance optimiert sind, Kostensenkungen um bis zu 80 Prozent. Gleichzeitig werden hohe I/O-Transaktionsraten und niedrige Latenzen erreicht. Ein weiterer Vorteil ist die nahtlose Integration in eine einheitlich zu managende Lösung.

Drahtlose Datenübertragung mit 100 GBit pro Sekunde im Labor

Schnelle Glasfasernetze sind in Deutschland eine Rarität. Das liegt vor allem daran, dass dafür jedes Dorf und jedes Haus mit neuen Kabeln versorgt werden müsste. Langfristig könnten die hohen Kosten für die Anbindung an schnelle Netzwerke sinken, indem die Datenübertragung statt über Glasfaser drahtlos erfolgt. Wie das Fachjournal Nature Phonetics in seiner neuen Ausgabe berichtet, haben Karlsruher Forscher nun erstmals Daten mit 100 GBit pro Sekunde übertragen, wenn auch nur über eine Strecke von 20 Metern.

Der superschnelle Datentransfer setzt dabei auf eine sehr hohe Trägerfrequenz von 247,5 Gigahertz, auch weil der Frequenzbereich zwischen 100 Gigahertz und 30 Terahertz noch weitgehend ungenutzt ist. Zur Umsetzung der Rekordgeschwindigkeitsübertragung fassen die Forscher zunächst mehrere Bits zu sogenannten Datensymbolen zusammen und übertragen diese dann gleichzeitig. Das erlaube die direkte Umwandlung von Datenströmen aus faseroptischen Systemen in hochfrequente Funksignale, sagt der Erfinder des Verfahrens, Professor Dr. Jürg Leuthold, der inzwischen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich forscht.

Im Mai hatte das Team bereits im Rahmen des Forschungsprojekts Millilink Daten zwischen zwei Hochhäusern mit einem Abstand von etwa einem Kilometer übertragen. Dabei erreichten sie eine Datenrate von immerhin 40 GBit pro Sekunde.

Wann die Experimente zu einsatzfertigen Produkten führen, bleibt abzuwarten. Die Karlsruher Forscher verweisen allerdings darauf, dass die nun erreichten Übertragungsraten noch vor kurzem erst für das Jahr 2015 für möglich gehalten wurden.

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