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Laurent Dambies, 123RF

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Lohnen Enterprise-Platten?

Brian Beach vom Online-Backup-Anbieter Blacklaze hat untersucht, ob sich die angeblich langlebigeren, aber viel teueren Enterprise-Festplatten tatsächlich lohnen. Sein Blog-Eintrag [1] enthüllt Bemerkenswertes. Die Berechnungsgrundlage der Betrachtung waren Laufwerksjahre, also die Anzahl der Drives multipliziert mit ihrem Alter. Eine einzelne Festplatte bringt es so nach einem Jahr Einsatzzeit auf ein Drive Year.

Der Backup-Anbieter hatte 14719 Laufwerksjahre an Consumer-Festplatten in seinem Storage verbaut und verzeichnete unter diesen Disks 613 Ausfälle. Zusätzlich steckten in zentralen Servern und einem Speicher von EMC 386 Laufwerksjahre an Enterprise-Festplatten, von denen 17 ersetzt werden mussten. Das ergibt eine jährliche Fehlerrate, die mit 4,6 Prozent bei den Enterprise-Festplatten sogar etwas über der der Consumer-Disks (4,2 Prozent) lag! Aus dieser Perspektive kommt der Blog zu dem klaren Schluss, dass sich Enterprise-Platten nicht lohnen, weil sie für den sehr viel höheren Preis nicht länger halten.

Die Studie hatte allerdings möglicherweise die eine oder andere kleine methodische Schwachstelle. So ersetzen Storage-Arrays Platten unter Umständen vorbeugend, wenn sie eine steigende Fehlerrate registrieren, weil das RAID-Rebuild dann schneller und risikoärmer verläuft als nach einem Totalausfall. Unter den vermeintlich ausgefallenen Enterprise-Platten mögen also einige nur geschädigt gewesen sein, wogegen die Consumer-Platten alle tatsächlich ausgefallen waren. Auch führen Enterprise-Platten neben der angeblich größeren Lebensdauer noch andere Vorteile ins Feld, etwa einen vibrationsärmeren Lauf. Der ist aber an sich auch kein Vorteil, sondern soll mittelbar nur wieder die Ausfallwahrscheinlichkeit senken. Und auch eine längere Garantiezeit ist nur dann ein Gewinn, wenn man Leistungen daraus in Anspruch nehmen will.

Angesichts der großen Preisunterschiede scheinen sich Consumer-Platten aber wohl oft für diejenigen zu lohnen, die durch RAID-Konfigurationen für die nötige Redundanz sorgen und ausgefallene Laufwerke selbst ersetzen.

Less hilft bei der täglichen Administration von Unix- und Linux-Systemen. Ein paar kleine Tricks erleichtern die Arbeit damit noch mehr.

Oft nimmt man zwei entfernte Stellen einer größeren Datei in Augenschein. Beispielsweise sucht man im Syslog nach der Erstinitialisierung eines Geräts beim Booten und später nach Fehlermeldungen von diesem Device. Das erste Auftreten des gesuchten Device-Namens findet man vielleicht mit der Vorwärtssuche nach Eingabe eines Slash, gefolgt vom Suchwort, etwa

/sdb

Danach springt die Taste [n] jeweils zur nächsten Fundstelle. Ist man an der Position, die die Fehlermeldung enthält, möchte man eine Information vom Anfang erneut nachschlagen. Man könnte rückwärts suchen

?sdb

und wieder würde [n] von Fundstelle zu Fundstelle führen, jetzt rückwärts. Aber es geht viel eleganter und effizienter. Dazu setzt man beim ersten Auftreten einen Marker mit der Taste [m] gefolgt von einem beliebigen Buchstaben, der quasi der Name der Markierung ist

ma

Jetzt kann man jederzeit mit Hochkomma und Markername zu dieser Stelle zurückspringen:

'a

Hat man auch die zweite Stelle markiert, wechselt man mit einer Tastenkombination über beliebige Distanzen hin und her.

Mehr Nutzen mit less

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