Editorial

Das Blech ist tot, es lebe das Blech!

Die Datenmenge in Unternehmen wächst unaufhaltsam und auch deren notwendige Verfügbarkeit steht längst außer Frage. Deshalb befasst sich IT-Administrator im ... (mehr)

Liebe Leser,

die Welt der Bits und Bytes zeichnet sich seit jeher dadurch aus, dass sie von ihrem Wesen her nicht materiell, nicht fassbar ist. Mit der mittlerweile etablierten Server-Virtualisierung und immer mehr VDI-Umgebungen lösen sich auch Server und Client zunehmend in Luft auf. Die letzte Bastion des Blechs war bisher der Storage-Bereich, denn irgendwo müssen die Daten schließlich liegen – selbst in der unsichtbaren Cloud steht irgendwo eine Festplatte oder eine SSD.

Ironischerweise war eines der ersten Argumente gegen die (Daten-)Cloud, dass der Admin letztendlich ja gar nicht mehr wisse, wo genau nun die Informationen liegen. Das stimmt. In einer modernen, unternehmenseigenen Speicher-Infrastruktur weiß er das in der Regel aber auch nicht. Je nach Infrastruktur ist ihm vielleicht noch das Array bekannt, auf dem bestimmte Daten liegen. Auf welcher LUN, welchem RAID oder gar welcher Festplatte die Informationen zu finden sind, entscheidet eine moderne Speicher-Lösung in der Regel selbst.

Insgesamt geht also auch beim Storage der Trend zur Virtualisierung: Virtuelle Festplatten, Software-definierte Netzwerke und Unified Storage, der automatisch erkennt, welche Daten wichtig und welche weniger kritisch sind und sich seine Speichermedien entsprechend aussucht. Geht es nach den Broschüren der Hersteller, beschränkt sich die Admin-Tätigkeit dann im Idealfall darauf, ab und an eine defekte Festplatte zu ersetzen. Schön wär's, werden Sie sagen. Und tatsächlich verschweigen die meisten Anbieter, dass einhergehend mit einer umfassenden Virtualisierung auch die Komplexität des gesamten Systems steigt. Tools wie der von uns ab Seite 32 getestete Solarwinds Storage Manager 5.7 sollen daher gerade im heterogenen Umfeld für mehr Übersicht sorgen.

Trotz aller Virtualisierung bietet sich in unserer Storage-Ausgabe die Gelegenheit, einmal richtig schön Hardware zu testen. Dass der Trend hin zu hybriden Speichern oder gar All Flash-Arrays geht, zeigen unsere Tests des Violin 6000 (Seite 18) und des Tintri VMstore T620 (Seite 37). Gerade erstgenanntes Gerät, das für den klassischen KMU-Betrieb wohl (noch) etwas überdimensioniert ist, zeigt die ungeheure Leistungsfähigkeit derartiger Systeme. Auf praktische Hilfe zu diversen Software-Themen müssen Sie natürlich auch nicht verzichten. Mit Workshops zu iSCSI mit Windows Server 2012 R2 und Hyper-V (Seite 76) und zur Speichervirtualisierung mit Open vStorage (Seite 94) haben wir für Sie wieder viel spannendes Material gesammelt.

Also, hauen Sie aufs Blech! Einen schönen Herbst wünscht

Lars Nitsch

Redakteur

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