Editorial

Gute Vorsätze

Mit dem Heftschwerpunkt 'IT-Support & Troubleshooting' startet IT-Administrator ins neue Jahr. Dabei zeigen wir Ihnen, auf welchem Weg Sie Ihr eigenes ... (mehr)

Liebe Leser,

im letzten Jahr verging kaum eine Woche ohne Meldungen über Sicherheitslücken, die zum Teil erschreckende Ausmaße annahmen. Angefangen beim Heartbleed-Desaster in der OpenSSL Implementierung über die Bash-Lücke namens Shellshock bis zu einem weiteren Angriff auf SSL unter dem Namen POODLE – stets war Software betroffen, die schon seit Jahren eingesetzt wurde, bis endlich jemand die tiefgreifenden Fehler aufdeckte. Durch die Gründung der Core Infrastructure Initiative sollen wichtige Projekte wie OpenSSL künftig besseren Support durch die Community und durch Experten bekommen, was im Endeffekt ähnliche Fehler in Zukunft verhindern soll.

Von den genannten Problemen waren vor allem Linux- und Unix-Server betroffen, aber in der Microsoft-Welt sah es ähnlich verheerend aus. Erst im November kam eine schwerwiegende Lücke in der Kerberos-Implementation ans Licht, die alle Windows-Versionen betraf und im schlimmsten Fall einem Angreifer komplette Administrator-Rechte verschaffte. Regelmäßige kleine Sicherheitslücken waren angesichts dessen nur Beiwerk.

Dass mit solchen schwerwiegenden Problemen dieses Jahr auf einmal Schluss sein wird, ist kaum wahrscheinlich. Also bleibt Administratoren nichts anderes übrig, als wenigstens die Basis-Sicherung von Systemen umzusetzen, möglichst wenige Dienste zu betreiben beziehungsweise zu exponieren und immer auf dem Laufenden zu bleiben. Dazu will IT-Administrator auch im Jahr 2015 seinen Beitrag leisten. So erfahren Sie in dieser Ausgabe, wie Samsung KNOX Android-Mobilgeräte enterprisetauglich absichert, welche Gefahren unerwünschter IPv6-Netzwerktraffic mit sich bringt und welche tiefgreifenden Risiken USB-Sticks bergen.

Unser Heftschwerpunkt bietet unter dem Titel "IT-Support und Troubleshooting" einige Workshops, die beispielsweise helfen, Drucker-Probleme in Windows-Netzen zu beheben oder Performance-Engpässe auf Linux-Systemen zu ergründen. Strukturierter wird das IT Service Management in Unternehmen mit ITIL, das aber nicht zu Unrecht als Verwaltungsmonstrum gilt. Wie Sie mit einem vernünftigen Maß an ITIL ans Ziel kommen, erfahren Sie in unserem Artikel zur Open Source-Lösung iTop. Ein weiterer Betrag erklärt die Grundlagen des ITSM mit Open Source.

Einen guten Start ins neue Jahr und viel Spaß bei der Lektüre wünscht

Oliver Frommel

Leitender Redakteur

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