Workshop: Performance-Analyse mit collectd, serverstats, iostat und sar

Leistung im Blick

Die meisten Server-Administratoren kommen früher oder später an den Punkt, Performance-Analysen durchführen zu müssen. Ob es sich um das Aufspüren von Engpässen oder die Planung von Ressourcen handelt, zuverlässige Daten über das aktuelle System unterstützen ungemein. Sind obendrein historische Aufzeichnungen über einen längeren Zeitraum vorhanden, lassen sich Änderungen einfacher nachvollziehen und Prognosen genauer treffen.
Mit dem Heftschwerpunkt 'IT-Support & Troubleshooting' startet IT-Administrator ins neue Jahr. Dabei zeigen wir Ihnen, auf welchem Weg Sie Ihr eigenes ... (mehr)

Das Wichtigste an der Messung von Performance-Werten ist, dass Sie nicht sofort anfangen zu messen. Als Anregung finden Sie nachfolgend zuerst einmal fünf Regeln, die bei einer Performance-Analyse wichtig sind:

1. Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen und Ergebnisse. Vermutungen und Rückschlüsse müssen Sie entsprechend Ihren Daten zuordnen.

2. Stellen Sie eine sogenannte Baseline Performance Ihrer Systeme auf. Diese Baseline ist ein definierter Ausgangszustand, auf den hin Sie Messungen relativieren.

3. Messen Sie bei der Analyse den Zustand des Systems vor einer etwaigen Änderung. Alle Daten, die Sie zu einem definierten Zustand des Systems sammeln, helfen weiter.

4. Finden Sie die Engpässe in Ihrem System. Welche Ressourcen limitieren die Performance?

5. Treffen Sie realistische Abschätzungen, welche Maßnahmen die Performance verbessern, und beschränken Sie sich bei der Optimierung auf diese Teile.

Iostat

Daten zu Ein- und Ausgabe-Operationen sind insofern wichtig, als im Falle von Engpässen das I/O-System die gesamte System-Performance beeinflusst. Als Beispiel dient hier der Parameter "iowait", jene Zeit, in der die CPU auf die Abarbeitung von I/O-Requests wartet. Große I/O-Wartezeiten müssen nicht immer, können aber eine Ursache für hohe Load am System sein.

Iostat ist Teil des Packages sysstat, das in den Ubuntu Repositories als "System Performance tools for Linux" auftritt. Weitere Programme aus diesem Package sind sar, das im weiteren Verlauf vorgestellt wird, pidstat, mpstat, nfsiostat und cifsiostat. Die sysstat-Programme sind durchwegs Front-Ends zum proc-Dateisystem des Linux-Kernels. Sie können daher auch nicht mehr Statistiken bereitstellen, als der Kernel für /proc anbietet.

Um Geräte-Statistiken abzufragen, bietet iostat die Option -d. Mit dem Schalter-c liefert das Tool den CPU Utilization Report.

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Support-Ende von SMBv1

Mit dem aktuellen Update für Windows 10 und Windows Server 2016 steht eine Änderung ins Haus, die gerade für Benutzer älterer Linux-Distributionen große Auswirkungen hat. Nachdem Microsoft es über viele Jahre schon angekündigt hat, entfernt der Konzern mit dem aktuellen Update-Release den Support für das SMB-Protokoll 1. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Linux-Backup

Welche Backup-Lösung setzen Sie für Linux im professionellen Umfeld ein?

  • keine
  • eigene Scripts
  • rsnapshot
  • rdiff-backup
  • Bacula
  • Bareos
  • Borg
  • Duplicity
  • Amanda
  • Burp
  • Clonezilla
  • Acronis
  • Arkeia
  • SEP sesam
  • Veeam
  • Redo Backup
  • Relax-and-Recover
  • andere kommerzielle Software
  • andere Open-Source-Software

Google+

Ausgabe /2018

Microsite