Im Test: Artica Zarafa Appliance

Postamt aus der Dose

Die Gründe, warum Unternehmen ihr eigenes E-Mail-System betreiben möchten, sind unterschiedlich – meist ist es das fehlende Vertrauen in die Sicherheit und Integrität von E-Mail-Servern Dritter. Wer dann neben E-Mails noch Kalender und Kontakte im Team austauschen möchte, greift meist auf Microsoft Exchange zurück. Mit der Zarafa Appliance von Artica haben wir uns eine freie Alternative angesehen und herausgefunden, dass sich dahinter mehr versteckt als ein reines Groupware-System.
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Es muss nicht immer Exchange sein, um eine Plattform vorzuhalten, über die sich Mitarbeiter und Kollegen gemeinsam austauschen und ihre Kalender, Kontakte und Aufgaben verwalten. Bereits in früheren Ausgaben haben wir uns die Enterprise-Version der Groupware Zarafa angeschaut. Mit der Zarafa Appliance hat der französische Anbieter Artica Tech eine Komplettlösung geschnürt, die als virtuelle Maschine läuft oder auf einem physikalischen Server installierbar ist. Die kostenfrei als Download erhältliche, 660 MByte große ISO-Datei basiert auf Debian Linux und stellt ein vollwertiges E-Mail-System mit einer 64 Bit-Architektur bereit. Das Paket lässt sich sowohl über eine webbasierte Oberfläche als auch über eine Outlook-Integration nutzen.

In unserem Test wollten wir herausfinden, wie gut sich das System installieren und in Betrieb nehmen lässt. Dabei schauten wir vor allem darauf, inwieweit ein Administrator über Linux-Kenntnisse oder anderweitiges Fachwissen verfügen muss. Ebenso hat uns interessiert, wie sich die Bedienbarkeit für den Anwender darstellt.

Installation nur mit Internet-Verbindung

Wir richteten eine virtuelle Maschine ein und booteten diese wie einen physischen Rechner von der ISO. Der VMware Easy-Installer erkennt die Installations-Datei als ein auf Debian 7 fußendes 64 Bit-System und nimmt die entsprechenden Einstellungen vor. Für den Live-Betrieb ist es wichtig, die Festplattengröße, den Speicher und die bereitgestellten CPUs entsprechend der Nutzerzahl anzupassen.

Die Installationsroutine verlangt lediglich die Einstellung der Sprache und ist auch für Administratoren ohne Linux-Kenntnisse gut durchzuführen. Zusätzlich benötigt der Server eine Internet-Verbindung, da das Setup mehrere Pakete von einem Repository herunterlädt. Nach dem Neustart führte das System noch einige automatische Konfigurationen durch, bevor die Plattform

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