Workshop: Linux für den Einsatz von SSDs optimieren

Aufgebohrt

Neue Windows- und OS X-Versionen sind auf den Einsatz von Solid State Drives vorbereitet. Auch Linuxer profitieren von den schnellen Speichermedien, und moderne Distributionen bieten eine ausgezeichnete Unterstützung für die flotten Speichermedien. Dieser Workshop zeigt, wie Sie das freie Betriebssystem richtig tunen.
Speicher muss nicht nur laufend größer werden, sondern auch schneller. In Zeiten von Virtualisierung und immer leistungsfähigeren Rechnern, die zeitnah auf ... (mehr)

Solid State Drives (SSDs) bringen Computer mächtig auf Touren. Die schnellen Massenspeicher beschleunigen den Rechnerstart und erweisen sich auch beim täglichen Arbeiten als gute Ergänzung oder sogar Ersatz für herkömmliche Magnetplatten. Da SSDs keine beweglichen Teile haben, sind sie nicht nur leise, sondern auch unempfindlich gegen Erschütterungen. Zudem verbrauchen sie weniger Strom als gewöhnliche Platten und erwärmen sich kaum – was vor allem Notebookbesitzer freut.

Die Kehrseite der Medaille: Die Preise sinken zwar stetig, dennoch kosten SSDs immer noch deutlich mehr als normale Platten. Dazu kommt eine begrenzte Anzahl von Schreibzyklen, die je nach Hersteller und Modell variiert. Den natürlichen Alterungsprozess können Sie nicht aufhalten, aber mit der richtigen Konfiguration des Betriebssystems reduzieren Sie die Schreibzugriffe. Der Workshop zeigt, wie das mit aktuellen Linux-Distributionen gelingt.

Als Testrechner diente ein Fujitsu Siemens Lifebook E8310 mit einem Intel-Core-2-Duo-Prozessor (2,2 GHz) und 2 GByte RAM. Die mitgelieferte Festplatte machte zugunsten einer 128-GByte-SSD mit Phison-Controller (2,5 Zoll) Platz. Auf dem Rechner installierten wir Fedora 22, openSUSE 13.2, Linux Mint 17.1, Ubuntu 15.04 und Debian 8.0.

Vor der Installation

Bevor es losgeht, sollten Sie einen Blick in die BIOS- beziehungsweise UEFI-Einstellungen werfen und dort den SATA-AHCI-Modus aktivieren (AHCI = Advanced Host Controller Interface), damit das System die SSD korrekt erkennt. Außerdem erhöhen Sie so die Performance und können auch NCQ (Native Command Queuing) und TRIM nutzen.

Befindet sich ein Windows-System auf der Platte, das Sie weiterverwenden wollen, sind ein paar Dinge zu beachten. Das nachträgliche Aktivieren von AHCI im BIOS verläuft nicht ganz problemlos, wenn Sie Windows im IDE-Modus installiert haben. Während Linux einen solchen Eingriff

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