Neues in iTop 2.2

Spitzenmäßig

Mit über 180.000 Downloads hat iTop mittlerweile einen festen Platz in der Landschaft der Open Source-Systeme für Ticketing und CMDB. Die frisch erschienene neue Version 2.2 bringt einige Verbesserungen und Neuheiten, vor allem in den Bereichen CMDB, Ticketing und Usability – ein Überblick.
Musste ein Admin vor Jahren pro Anwender noch genau einen Arbeitsplatz-PC verwalten, hat die mobile Datenwelt mittlerweile zu einem rasanten Zuwachs bei den ... (mehr)

Geht es um IT Service Management in der Open Source-Welt, denken viele Administratoren sofort an OTRS. Als Ticketsystem gestartet, reklamiert es inzwischen für sich, auch für IT Service Management (ITSM) nach ITIL zu taugen. Hierzulande weniger bekannt und mit einem anderen Ansatz angetreten ist iTop: Die Open Source-Lösung kommt aus Frankreich, wo sie von drei ehemaligen HP-Angestellten auf Basis jahrelanger Projekterfahrungen entwickelt und dann unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht wurde. Im September ist mit iTop 2.2 das neueste Release der ITSM-Suite erschienen.

iTop 2.2 hat ein neues Design bekommen, was sich in der Farbgebung und im Logo niederschlägt (Bild 1). Der neue Look erinnert im Navigationsbereich links ein wenig an Kacheln, bringt aber keine Änderungen der Bedienkonzepte mit sich: Wer iTop kennt, findet sich weiterhin sofort zurecht. Zudem sind die blauen, herunterklappbaren Suchmasken, die an vielen Stellen im System Verwendung finden, jetzt in Spalten angeordnet. So lassen sie sich leichter lesen und wichtige Felder schneller finden.

Suchhelfer im Ticket

Die Configuration Items (CIs), also die in der Configuration Management Database (CMDB) gespeicherten Hardware- und Softwarekomponenten, lassen sich jetzt mit Hochverfügbarkeits- und Redundanzinformationen anreichern. So lässt sich bei einem Server beispielsweise speichern, ob er bereits als ausgefallen gelten soll, wenn eine seiner Stromquellen in Mitleidenschaft gezogen wurde, oder erst, wenn alle Quellen nicht mehr funktionieren. Gleiches gilt für Cluster, die nun eine Festlegung erlauben, ab wann sie im Falle eines Ausfalls als beeinträchtigt gelten mögen: bei Ausfall eines Prozentsatzes beziehungsweise einer festen Anzahl der Nodes oder erst beim Ausfall aller Nodes.

Das neue Design der GUI von iTop 2.2 und eine übersichtlichere Darstellung von Suchmasken verbessern das Look-and-Feel.

Diese Informationen werden direkt in den vom System automatisch erstellten Auswirkungsdiagrammen berücksichtigt, die nun in HTML5 implementiert sind. Von der bisherigen Realisierung mittels Flash hat man sich verabschiedet. iTop 2.2 ist damit ohne Flash-Plug-in verwendbar, wenn man in den Dashboards anstatt Torten/Balkendiagrammen gruppierte Tabellen verwendet – in der Praxis eine meist verkraftbare Einschränkung, zumal Flash zukünftig vollständig aus iTop verschwinden wird. Positiver Nebeneffekt der HTML5-Implementierung: Die Diagramme sind editierbar, als PDF exportierbar und können sogar per Mausklick als Momentaufnahme automatisch an Tickets als PDF angehängt werden. Der aktuelle Stand, inklusive relevanter offener Tickets, ist stets in Echtzeit in einem neuen Reiter "Auswirkungsanalyse" im jeweiligen Ticket zu sehen.

Datenexport und Druck

Auch am Datenexport hat sich einiges getan: Der Export ist nunmehr auch direkt ins Excel-Format sowie ins PDF-Format möglich, und zwar sowohl von Listen (zum Beispiel Inventarlisten oder Suchergebnissen) als auch von Abfrageergebnissen, formuliert in der iTop-internen Abfragesprache OQL, einer Art objektorientiertem SQL. Darüber hinaus ist der Export jetzt interaktiv geworden, das heißt, der Anwender kann grafisch festlegen, welches Format, welche Felder und sogar in welcher Reihenfolge er die Felder exportieren will. Der alte Export ohne Assistenten ist weiterhin verfügbar, sodass einmal geschriebene Skripte nicht gleich umgeschrieben werden müssen.

Ebenfalls neu: Alle Objekte – Tickets, Personen, Server und so weiter – können jetzt in einer druckbaren Version angezeigt werden, die sich per Mausklick auch noch hinsichtlich Detailreichtum anpassen lässt.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Zertifikatsmanagement mit Certmonger

Zertifikate werden dazu verwendet, um Benutzer, Services und Hardware mit der Hilfe eines signierten Schlüssels zu verifizieren. Hierfür existieren Public-Key-Infrastrukturen (PKI). Aber wie gelangen die Zertifikate eigentlich auf das Ziel-Gerät? Der Open-Source-Tipp in diesem Monat beschreibt, wie Sie für diese Aufgabe das Tool certmonger verwenden können. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Linux-Backup

Welche Backup-Lösung setzen Sie für Linux im professionellen Umfeld ein?

  • keine
  • eigene Scripts
  • rsnapshot
  • rdiff-backup
  • Bacula
  • Bareos
  • Borg
  • Duplicity
  • Amanda
  • Burp
  • Clonezilla
  • Acronis
  • Arkeia
  • SEP sesam
  • Veeam
  • Redo Backup
  • Relax-and-Recover
  • andere kommerzielle Software
  • andere Open-Source-Software

Google+

Ausgabe /2017

Microsite