Dokumentation des IT-Notfallmanagements

Survival Kit

Bei massiven Ausfällen in der IT-Infrastruktur stehen IT-Verantwortliche vor der Frage, welche Abhängigkeiten bestehen, welche IT-Systeme in welcher Reihenfolge und in welcher Zeit wieder bereitgestellt werden müssen. Hier setzt das IT-Notfallmanagement an. Dessen Ziel muss es sein, die Geschäfts-fortführung durch Absicherung der Verfügbarkeit der IT-Services, der Anwendungen, der IT-Systeme und insbesondere der Informationen sicherzustellen. Der Beitrag stellt Bausteine eines IT-Notfallmanagements vor und beschreibt die erforderlichen Aktivitäten mit Fokus auf die Dokumentation.
Die Suche nach Fehlern im Unternehmensnetz ist meist aufwendig und zeitraubend. Mit dem richtigen Ansatz und den passenden Werkzeugen jedoch machen sich Admins ... (mehr)

Dass eine Notfallplanung wichtig ist, ergibt sich nicht nur aus dem normalen Menschenverstand, sondern leitet sich auch aus zahlreichen Gesetzen und Normen ab. Doch was ist überhaupt ein Notfall und wie lässt er sich von Störungen abgrenzen?

Notfall definiert

Um sich diesen Fragen zu nähern, lohnt ein Blick auf die Definition von "Notfall" im BSI-Standard 100-4. Der rund 120 Seiten umfassende Standard 100-4 "Notfallmanagement" wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Ende 2008 veröffentlicht und beschreibt eine Methode zum Aufbau eines eigenständigen Managementsystems für die Notfallvorsorge und die Notfallbewältigung. Auf Seite 5 heißt es hier: "Ein Notfall ist ein Schadensereignis, bei dem Prozesse oder Ressourcen einer Institution nicht wie vorgesehen funktionieren. Die Verfügbarkeit der entsprechenden Prozesse oder Ressourcen kann innerhalb einer geforderten Zeit nicht wiederhergestellt werden. Der Geschäftsbetrieb ist stark beeinträchtigt. Eventuell vorhandene SLAs (Service Level Agreements) können nicht eingehalten werden. Es entstehen hohe bis sehr hohe Schäden, die sich signifikant und in nicht akzeptablem Rahmen auf das Gesamtjahresergebnis eines Unternehmens oder die Aufgabenerfüllung einer Behörde auswirken. Notfälle können nicht mehr im allgemeinen Tagesgeschäft abgewickelt werden, sondern erfordern eine gesonderte Notfallbewältigungsorganisation".

Betrachten wir die Definition genauer, wird deutlich, dass es sich hierbei eher um einen "Lückentext" als um eine umsetzbare Definition handelt. Denn was sich hinter den Begriffen "nicht wie vorgesehen funktionieren", "innerhalb der geforderten Zeit", "stark beeinträchtigt", "hohe bis sehr hohe Schäden" und ein "nicht akzeptabler Rahmen" verbirgt, kann nur aus Sicht der jeweiligen

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