Editorial

Wolke auf Kaperfahrt

Die Zusammenarbeit im Unternehmen wird immer dynamischer und flexibler. Aus diesem Grund wirft IT-Administrator in der April-Ausgabe einen Blick auf die ... (mehr)

Liebe Leser,

die Cloud wäre nicht die Cloud, wenn sie nicht auch den Schwerpunkt dieses Hefts – Realtime-Collaboration – luftig umwölken würde. Denn nahezu jede Anwendung, die mit Kommunikation im Team, dem Austausch von Daten und der Planung von Projekten zu tun hat, lässt sich heute in die Cloud auslagern. Fragt sich dann nur noch, ob die Cloud öffentlich oder privat sein soll. Ausgelöst durch den Test des Collaboration-Servers Protonet Maya ab Seite 14 entwickelte sich in der Redaktion eine rege Diskussion, was denn überhaupt eine Private Cloud ausmacht. Ist die schon gegeben, wenn Anwender Dateien und Nachrichten eben nicht über Google Drive und Konsorten austauschen, sondern mit Hilfe einer internen Lösung? Oder bedarf es gerade in der Profi-IT nicht weiterer Merkmale für eine Private Cloud – als Stichworte seien nur Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit genannt?

Die Antwort auf diese Frage fällt nicht leicht und hängt davon ab, ob wir die Cloud eher umgangssprachlich definieren oder ob wir den Versuch einer präzisen technischen Definition unternehmen. Gehen wir den ersten Weg, ist Cloud irgendwie alles, was nicht auf dem eigenen PC passiert und schon ein simples NAS geriert sich als Cloud-Innovation. Bei einer strengen Definition entlarven wir zwar die Marketing-Claims vieler Hersteller, sorgen aber gleichzeitig dafür, dass verallgemeinernde und so durchaus vereinfachende Aussagen über die Cloud nur schwer möglich sind. Zumal bei derartigen Diskussionen schnell aus dem Blick gerät, was eine wo auch immer gehostete Anwendung soll: reibungslos funktionieren und sich einfach verwalten lassen.

Unter diesem Primat haben wir auch die Schwerpunkt-Artikel für dieses Heft zusammengestellt. So beschäftigen wir uns ab Seite 74 mit den Planungsschritten, die Sie bei der Einführung von Skype for Business 2015 beachten sollten. Auch wenn Sie das Sizing von Exchange 2016 interessiert (Seite 82) oder Sie sich fragen, welche Rolle SIP-Trunks beim Abschied von ISDN spielen (Seite 92), dürfte diese Ausgabe für Sie interessant sein. Und für Open-Source-Freunde sehen wir uns ab Seite 86 Installation und Betrieb der freien Groupware Kolab an. Das Mysterium der Wolke können wir leider nicht so recht auflösen. Damit sind wir aber nicht allein – oder ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass man bei strahlend blauem Himmel (Azure) eigentlich gar keine Wolken sieht?

Einen frühlingshaften April wünscht

Lars Nitsch

Redakteur

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