Editorial

Unaufhaltsam

Anwender mit nur einem mobilen Gerät dürften heute bereits die große Ausnahme sein. Zudem findet ein und dasselbe Smartphone oft sowohl privat als auch ... (mehr)

Liebe Leser,

wir schreiben das Jahr 2006: Seit über zwei Jahren war ich stolzer Besitzer des P800 von Sony Ericsson. Mit dem Begriff Smartphone konnten damals nur die wenigsten etwas anfangen. Auf Belustigung stieß oft, dass das Gerät recht groß war und sich mit Hilfe eines Eingabestiftes über den Bildschirm steuern ließ. In Zeiten schrumpfender Mini-Handys sahen die meisten diese Art der Benutzerführung als arg umständlich an. Man hatte schließlich eine Tastatur, mit deren Hilfe sich SMS – der Texteingabehilfe T9 sei Dank – in Windeseile verfassen ließen. Und Kontakte und Termine über das Handy verwalten? Wozu denn, das ging doch mit Notizbuch und Kugelschreiber viel einfacher. 2007 kam dann das iPhone auf den Markt, ein paar Jahre später die ersten Android-Devices. Der Rest ist Geschichte.

Seither wird sich so mancher Admin gewünscht haben, das Rad zurückdrehen zu können. Was, wie stets bei bahnbrechenden Erfindungen, zum Scheitern verurteilt ist. Nutzer mit nur einem mobilen Gerät dürften heute die Ausnahme sein und meist ist es so, dass ein und dasselbe Smartphone sowohl privat als auch beruflich Verwendung findet. Dem Admin obliegt es somit nicht nur, hunderte von Modellen und zwei oder drei Betriebssysteme unter einen Hut zu bringen. Nein, in Zeiten von Datenlecks und Ransomware ist der gesamte Fuhrpark auch noch sicher zu halten. Und so stellt sich, wie unser Einkaufsführer ab Seite 32 bemerkt, eigentlich schon lange nicht mehr die Frage, ob ein Unternehmen ein Werkzeug zum Mobile-Device-Management einsetzt, sondern welches. Nicht zuletzt, da sich mittlerweile schon mit Standardanwendungen der jüngsten Generation wie Exchange 2016 viele MDM-Aufgaben umsetzen lassen – mehr dazu ab Seite 84.

2006, 2016, 2026 – wie der technische Alltag in zehn Jahren aussehen wird, darüber lassen sich angesichts des rasanten Fortschritts nur Vermutungen anstellen. Ziemlich sicher dürfte sein, dass sich das Modell "Zentrale Cloud vs. dezentraler Datenzugriff" weiter durchsetzen wird. Und damit mobile Geräte in Hülle und Fülle. Wer dann als Admin beim Jonglieren mit mobilen Devices nicht ins Straucheln geraten will, sollte schon jetzt an seinen MDM-Skills und der Auswahl der richtigen Werkzeuge feilen. Mit dieser Ausgabe wollen wir Sie dabei tatkräftig unterstützen. Wie immer freuen wir uns über Ihr Feedback zum aktuellen Heft – gerne direkt vom Smartphone geschickt.

Einen angenehmen Spätsommer wünscht

Lars Nitsch

Redakteur

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