Editorial

Alles im Kasten

Container sind derzeit in aller Munde, allen voran Docker. In der September-Ausgabe beleuchtet IT-Administrator, was die Technologie für Admins im Unternehmen ... (mehr)

Wer heute eine Computerzeitschrift aufschlägt, wird unweigerlich mit Bildern von Containerhäfen oder -schiffen konfrontiert, da macht auch IT-Administrator keine Ausnahme. Der Grund ist ein Hype, der nur wenige Jahre alt ist, aber die IT-Welt im Sturm erobert hat. Zwar gibt es etwa mit LXC auch andere Containertechnologien, aber namentlich Docker wurde in kurzer Zeit derart populär, dass kaum eine Firma daran vorbeikommt: So haben etwa Red Hat und Suse ihre Linux-Angebote derart umgestrickt, dass sie als Plattformen für die Ausführung von Anwendungen taugen, die in Docker-Containern verpackt sind. Beinahe jede Open-Source-Anwendung ist heute als Docker-Container verfügbar, der oft genug als die Standard-Methode gilt, die Applikation auf einem Server zum Laufen zu bekommen.

Auch die vor wenigen Jahren gehypten Cloud-Frameworks kommen daran nicht vorbei und bieten Support für Docker-Container, egal ob es sich um Open-Source-Projekte wie OpenStack oder CloudFoundry handelt oder um die Cloud-Marktführer wie Amazon AWS oder die Google Cloud Plattform. Als dieses Editorial entstand, gab Amazon bekannt, der Cloud Native Computing Foundation als Platin-Mitglied beizutreten, womit Container als die Zukunft des Enterprise Computing gelten, so die zugehörige Pressemitteilung.

Auch wenn viele schon behaupten, Container "produktiv" einzusetzen, sind längst noch nicht alle Probleme gelöst. So ist mit der Containerisierung von Anwendungen beispielsweise nicht automatisch die hohe Sicherheit gegeben, die etwa virtuelle Maschinen bieten. In unserem Schwerpunkt nehmen wir diesen Aspekt näher unter die Lupe und zeigen etwa, was Aporeto mit seinem Open-Source-Produkt Trireme in dieser Hinsicht zu bieten hat. Weil einzelne Container selten großen Nutzen bieten, muss es auch eine Infrastruktur geben, die mehrere Anwendungen zu einem sinnvollen Ganzen verschaltet. Hier sind Frameworks gefragt, die virtuelle Netze mit besonderer Berücksichtigung von Containern aufzubauen ermöglichen. Ein leistungsfähiges Produkt dafür ist etwa Calico, das wir ab Seite 74 vorstellen.

Einen Schritt weiter geht das von Google entwickelte Kubernetes, das die Orchestrierung von Containern inklusive Load Balancing und Ausfallsicherheit bietet. Mehr darüber erfahren Sie ab Seite 84. Während Docker aus der Linux-Welt stammt, hat sich auch Microsoft dem Trend angeschlossen und bietet mehrere Varianten von Docker-Technologien, die wir in unserem Schwerpunkt näher beleuchten, ebenso wie den Einsatz von Containern auf VMware vSphere. Selbst wer Containern skeptisch gegenübersteht, wird konstatieren müssen, dass an ihnen in den nächsten Jahren kaum ein Weg vorbeiführt.

Viel Spaß beim Lesen, wünscht

Oliver Frommel

Leitender Redakteur

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