Buchbesprechung

Darknet

Datenklau scheint Alltag in deutschen Unternehmen geworden zu sein. Im Oktober-Heft widmet sich IT-Administrator dem Thema 'Daten- und Informationssicherheit'. ... (mehr)

Das Darknet ist für die meisten Internet-Nutzer ein mystischer, unbekannter, ja furchteinflößender Teil des Internets. In ihm treiben Ganoven und Drogenhändler ihr Unwesen. Stefan Mey hat sich in die Unterwelt gewagt und beleuchtet in seinem Buch das illustre Treiben auf illegalen Drogen-Marktplätzen, die großen Online-Händlern gar nicht so unähnlich sind. Richtig duster wird es in den Bereichen Waffenhandel und Kinderpornographie, die ebenfalls ihren Platz im Darknet gefunden haben. Aber auch die gute Seite stellt Mey vor, denn das Darknet dient auch Whistleblowern, Oppositionellen in unterdrückerischen Regimen und allen Nutzern, die sich nicht von Staaten und Konzernen wie Google und Facebook ausspionieren lassen wollen.

Zunächst erklärt Mey, was das Darknet technisch überhaupt ist, denn zur Überraschung vieler handelt es sich beim größten Teil des Internets um ein sogenanntes "Deep Web" – ein Teil, der von Suchmaschinen nicht durchstöbert wird. Dennoch ist nichts Illegitimes daran. Das Darknet setzt noch einen drauf und hält bewusst durch Verschlüsselung sowie Anonymisierung Schnüffler draußen. Nur mit einem Tor-Browser gelingt der Einstieg, und dann müssen sich Nutzer mit kryptischen .onion-Adressen herumschlagen. Mey erklärt das Funktionsprinzip ausführlich und nachvollziehbar.

Dass das Tor-Netzwerk und damit die Basis für das Darknet auf das US-Militär zurückzuführen ist, wissen derweil die wenigsten. Dann das Naval Research Laboratory suchte Mitte der 1990er-Jahre nach Wegen, auf denen Militärangehörige anonym und unbemerkt von überall auf der Welt Kontakt nach Hause aufnehmen konnten. Das Ergebnis kennen wir heute als Dark­net. Abschließend darf natürlich der Blick auf die Strafverfolger nicht fehlen, denn diese schlagen auch im vermeintlich sicheren Darknet immer wieder zu und verhaften die Betreiber namhafter Plattformen, wie zuletzt Alphabay oder Hansa Market. Wie ihnen dies gelingt, schildert

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Buchbesprechung

Artikel der Woche

Support-Ende von SMBv1

Mit dem aktuellen Update für Windows 10 und Windows Server 2016 steht eine Änderung ins Haus, die gerade für Benutzer älterer Linux-Distributionen große Auswirkungen hat. Nachdem Microsoft es über viele Jahre schon angekündigt hat, entfernt der Konzern mit dem aktuellen Update-Release den Support für das SMB-Protokoll 1. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Linux-Backup

Welche Backup-Lösung setzen Sie für Linux im professionellen Umfeld ein?

  • keine
  • eigene Scripts
  • rsnapshot
  • rdiff-backup
  • Bacula
  • Bareos
  • Borg
  • Duplicity
  • Amanda
  • Burp
  • Clonezilla
  • Acronis
  • Arkeia
  • SEP sesam
  • Veeam
  • Redo Backup
  • Relax-and-Recover
  • andere kommerzielle Software
  • andere Open-Source-Software

Google+

Ausgabe /2018

Microsite