SNIA definiert Software-defined Storage

Genormt

Die SNIA ist ein Zusammenschluss von Storage-Anbietern, der sich als Forschungs- und Standardi­sierungsgremium für Speicherfragen sieht und genaue Spezifikationen für Software-defined Storage – SDS – definiert hat. Zudem entstand ein Kommunikationsstandard, der herstellerübergreifende SDS-Systeme durch ein einheitliches Management-Interface ermöglicht. Was virtueller Storage aus Sicht der SNIA zu leisten hat, zeigt dieser Artikel.
Die Datenmengen in Unternehmen wachsen täglich. Für Administratoren bedeutet dies, den zur Verfügung stehenden Speicherplatz permanent anzupassen und ... (mehr)

Um die Unterschiede zwischen SDS-System und normalem Netzwerkspeicher aufzuzeigen, fangen wir klein an: Nehmen wir ein handelsübliches NAS, das aus einem Server und einer Festplatte besteht und das über diverse Protokolle Speicherplatz für die Anwender bereitstellt. Die Kommunikation zwischen Applikation und Speichersystem erfolgt – so die Vorstellung der SNIA – über zwei voneinander unabhängige Interfaces. Auf der einen Seite haben wir den "Data Path", über den das Beschaffen der Daten erfolgt. Dies erfolgt mit einer großen Bandbreite an Möglichkeiten, für den Moment gehen wir in den folgenden Schritten von einer Samba-Instanz aus. Die Beschaffung von Daten erfolgt ohne menschliche Interaktion.

Problematischer ist der "Control Path": Sind Änderungen an der Struktur des Speichersystems fällig, so muss ein IT-Verantwortlicher das NAS neu konfigurieren. Der dabei entstehende Aufwand ist stark abhängig von der jeweiligen Aufgabe: Das Anstecken einer zweiten Festplatte ist einfach, doch schon das Ändern des RAID-Levels führt zu erheblichem Aufwand.

Praktische Storage-Probleme

Stellen Sie sich im praktischen Betrieb beispielsweise vor, dass das NAS eine Gruppe von virtuellen Maschinen bedient, die verschiedene Ansprüche an die Qualität des Speichers aufweisen. Änderungen an dieser Struktur bringen hohen Aufwand mit sich. Die VM-Eigentümer reagieren auf diese Situation durch das Anfordern großer Mengen an Speicher, was zu Overprovisioning führt. Der Gedanke dahinter ist, dass sich so unnötige Downtime und verschwendete Arbeitsstunden eliminieren lassen. Dass die dadurch rapide ansteigenden Speicherkosten ökonomisch problematisch sind, steht auf einem anderen Blatt.

An dieser Stelle greift SDS ein: Stellen Sie sich die Speicher-Virtualisierung wie eine Art "AWS für Festplatten" vor. Applikationen haben die Möglichkeit, Speicher

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