Paketmanagement mit Snap auf Linux-Systemen

Eingeschnappt

Die Nachteile der herkömmlichen Paketverwaltung unter Linux möchte Ubuntu-Entwickler Canonical mit seinem Paketformat Snap eliminieren. Das bringt allerdings auch gleich ein paar neue Probleme mit, die Administratoren im Alltag kennen sollten.
Das zentrale Bereitstellen von Software und das Aktualisieren dieser gehören zum Standardrepertoire von Administratoren. Im Januar-Schwerpunkt ... (mehr)

Im Gegensatz zu Windows und macOS kümmert sich auf Linux-Systemen ein zentraler Paketmanager um die installierte Software. Die in kompakten Paketen ausgelieferten Programme hält ein Repository vor, das der Hersteller der jeweiligen Distribution betreut. Kurze Kommandozeilenbefehle installieren eine Datenbank, löschen den nicht mehr benötigten Ruby-Interpreter und halten vor allem das komplette System auf dem aktuellen Stand. Jedes Paket enthält dabei genau eine Programmkomponente. So stecken beispielsweise der Webserver und die von ihm genutzte OpenSSL-Bibliothek in unterschiedlichen Paketen. Dies hat den Vorteil, dass jede Bibliothek nur einmal auf der Festplatte landet und die Paketverwaltung sie nur an einer Stelle aktualisieren muss.

Abhängigkeiten engen ein

Die Repositories führen allerdings nur einen Teil der für Linux verfügbaren Programme und Bibliotheken, die jeweils nur in einer bestimmten Version vorliegen. Benötigen Anwender eine Software, die im Repository fehlt, müssen sie sie an der Paketverwaltung vorbei installieren. Setzt das Programm weitere Bibliotheken voraus, verheddert man sich als Administrator schnell in den zahlreichen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Paketen. Verlangt das Programm die Bibliotheken sogar in ganz bestimmten Versionen, bleibt oft nur der Ausweg, sie von Hand zu übersetzen und zukünftig selbst auf dem aktuellen Stand zu halten.

Mit etwas Glück stellt der Entwickler die Software als fertiges Paket bereit. Das lässt sich jedoch immer nur auf der Distribution einspielen, für die es der Entwickler geschnürt hat. So funktioniert ein Paket für Debian 8 nicht unbedingt auch unter Debian 9. Ein weiteres Problem sind die zueinander inkompatiblen Paketformate, wenngleich bei den großen Distributionen mittlerweile nur noch Dpkg und RPM eine Rolle spielen.

Außerdem dürfen sich laufende Programme recht weit im Dateisystem

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