Hyper-V in Windows 10: Was ist neu?

17.08.2015

In Windows 10 bringt der Microsoft-Hypervisor Hyper-V einige neue Features mit.

Mit der Veröffentlichung von Windows 10 haben einige neue Features in Hyper-V Einzug gehalten. Besonders bequem ist die Möglichkeit, PowerShell-Befehle direkt in einer VM auszuführen. Das Feature mit dem Namen Windows PowerShell Direct erfordert keine spezielle Konfiguration von Firewall oder Remoteaccess, sondern sollte ohne weiteres funktionieren - solange der VM-Host Windows 10 oder auch der kommende Windows Server 2016 (beziehungsweise dessen Preview-Version) ist. Dann kann der Administrator beim PowerShell-Aufruf einfach mit der Kommandozeilenoption "-VMName VMName" ein Skript in einer VM ausführen. 

Virtuelle Netzwerkkarten lassen sich im laufenden Betrieb einer VM hinzufügen, wenn es sich um eine virtuelle Maschine der Generation 2 handelt. Dies funktioniert mit VMs, in denen Windows oder Linux läuft. Auch der zur Verfügung stehende RAM-Speicher lässt sich anpassen, selbst wenn kein Dynamic Memory aktiviert ist. Dieses Feature funktioniert bei virtuellen Maschinen der Generationen 1 und 2. Um den aktuellen Zustand einer VM zu sichern, bietet Hyper-V in Windows 10 sogenannte Production Checkpoints, die mit der Backup-Technologie Volume Snapshot Service (VSS) realisiert werden. 

Weitere Verbesserungen betreffen die Konfigurationsdateien der virtuellen Maschinen und den Hyper-V Manager. Letzterer kann nun auch VMs unterschiedlicher Hyper-V-Versionen verwalten. Darüber hinaus wurde das Management-Protokoll überarbeitet. Es beherrscht jetzt Authentifizierung über CredSSP, Kerberos oder NTLM.

Virtuelle Maschinen mit Linux können mit Hyper-V auf Windows 10 per Secure Boot starten. Dies funktioniert beispielsweise mit Ubuntu 14.04 und Suse Linux Enterprise Server 12. Vor dem ersten Booten muss der Administrator für die VM die Microsoft UEFI Certificate Authority einstellen.

Schließlich gibt es die Integration Services, die für bessere Performance virtualisierter Windows-Betriebssysteme sorgen, jetzt nicht mehr als ISO-Image. Stattdessen liefert Microsoft sie über den Windows-Update-Service aus.

Wer sich näher mit Hyper-V auf Windows 10 beschäftigen möchte, kann den Walkthrough Hyper-V on Windows 10 absolvieren.

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