Windows Server 2016 - was ist neu?

20.10.2014

Microsoft bietet eine Technical Preview der kommenden Windows-Server-Version zum Download an. Wir verraten, welche Features im neuen Release zu erwarten sind.

Bei Microsoft findet die Entwicklung neuer Produkte nicht mehr hinter verschlossenen Türen statt. Schon jetzt können Interessierte einen Blick auf die kommenden Versionen der Desktop- und Server-Produkte werfen, die nächstes Jahr auf den Markt kommen sollen.

Das Desktop-Betriebssystem soll gegen Ende 2015 unter dem Namen "Windows 10" erscheinen - die Version 9 hat Microsoft kurzerhand übersprungen. Ob die Server-Variante "Windows Server 2016" heißen wird oder im Zuge der angekündigten Vereinheitlichung vielleicht auch "Windows Server 10" benannt wird, ist noch offen. Eine Technical Preview des neuen Server-Systems ist dennoch schon erhältlich. Im TechNet Evaluierungscenter sind ein ISO- und ein VM-Image zu finden. Zwar warnt Microsoft davor, alle vorhandenen Features genauso in der endgültigen Version zu erwarten, aber die grobe Richtung lässt sich daran in jedem Fall ablesen, etwa eine weitere Entwicklung hin in Richtung "Cloud OS". 

Ein neues Feature sind etwa die sogenannten Rolling Upgrades, die es ermöglichen Hyper-V- und Storage-Cluster ohne Ausfallzeiten auf eine neue Windows-Version zu aktualisieren. Ebenfalls in Richtung (virtuelles) Datacenter gehen die Neuerungen, die Software Defined Networking ermöglichen. Ein entsprechender Netzwerk-Controller erlaubt es, physische und virtualisierte Netzwerke nahtlos zu integrieren. Wer auf Interoperabilität angewiesen ist, wird sich über GRE-Tunneling nach RFC 2890 freuen, das in der kommenden Server-Version verfügbar ist.

Im Storage-Bereich bietet bietet Windows Server (2016) Quality of Service und soll damit auch I/O-intensive Anwendungen zuverlässig mit Storage versorgen. Synchrone Replikation mit Storage Replicas soll höhere Zuverlässigkeit bieten, indem gewährleistet ist, dass von allen Daten stets mindestens eine aktuelle Kopie existiert, mit der man bei einem Ausfall weiterarbeiten kann. Durch den Einsatz des SMB3-Protokoll soll dies auch mit der entsprechenden Performance vonstatten gehen.

Bei der Desktop-Virtualisierung geht Microsoft einen Schritt in Richtung offener Standards und unterstützt OpenCL und OpenGL. Schließlich bietet die kommende Server-Version auch mehr Möglichkeiten beim Identity Management, sodass Administratoren etwa nur für einen bestimmten Zeitraum weitreichendere Rechte einräumen können. Für mehr Sicherheit hat Windows Server 2015 den Dienst Windows Defender eingebaut, der Schutz vor Malware gewährtleisten soll. Linux als VM-Gäste lassen sich in der neuen Hyper-V-Version auch mit Secure Boot starten, wenn sie dies unterstützen, etwa Ubuntu 14.04  und Suse Linux Enterprise Server 12.

Bisher nicht Bestandteil der Tech Preview, aber dennoch für die kommende Server-Version zu erwarten, ist wohl Support für Container-Virtualisierung, den es bisher im Windows Server nicht gab. Diese Funktionalität muss Microsoft implementieren, damit Docker-Anwendungscontainer auf der Windows-Plattform funktionieren, wie es Microsoft und Docker kürzlich im Rahmen einer Vereinbarung angekündigt haben.

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