Apache Foundation zieht sich aus dem Java-Community-Prozess zurück

10.12.2010

Die Apache Foundation macht ihre Drohung wahr und beendet die Arbeit im JCP.

 

Im eigenen Blog kündigt die Apache Foundation an, den Sitz im Exekutivkommittee des Java Community Process (JCP) aufzugeben. Das ist die Reaktion auf jüngst für Apache negativ verlaufene Abstimmung des JCP. In deren Rahmen hatte die Foundation vom Java-Inhaber Oracle gefordert, das Testsuite Java Compatibility Kit (TCK)zur Verfügung gestellt zu bekommen, um die Kompatibilität der eigenen Java-Implementierung Harmony zu überprüfen. Oracle hatte das jedoch verweigert. Generell seien Oracles Aussagen zur Offenheit von Java widersprüchlich und verhindere letztlich die Implementierung freier Alternativen der Java-Spezifikation.

In der Abstimmung über die Spezifikation der kommenden Java-Versionen hatten neben der Apache Foundation auch Google und einzelne Entwickler ihre Unzufriedenheit mit der Einbindung der Community in die Java-Entwicklung durch Oracle geäußert. Der unabhängige Entwickler Tim Peierls hatte daraufhin bereits seinen Ausstieg aus dem JCP verkündet. Darüber hinaus liegt Oracle noch in einem andauernden Rechtsstreit mit Google, das Java-Patente und sogar -Copyrights verletzen soll.

Die Apache-Foundation ist seit zehn Jahren Mitglied des JCP-Exekutivkommittees, wurde viermal zum Mitglied des Jahres gewählt. Die Apache-Foundation stellt Ressourcen für die Entwicklung von so bekannten Java-Projekten wie dem Servlet-Container Tomcat, den Build-Tools Ant und Maven, der Template-Engine Velocity und der Suchmaschine Lucene.

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