Btrfs bekommt neue Komprimierungsalgorithmen

20.02.2012

Das neue Linux-Dateisystem Btrfs beherrscht seit neuestem die Komprimierungsverfahren Snappy und LZ4, die Platz sparen und schnell sind.

Innerhalb der letzten Woche haben zwei Kernelentwickler für das Linux-Dateisystem Btrfs neue Komprimierungsverfahren implementiert. Zuerst hat Andi Kleen auf der Mailingliste einen Patch veröffentlicht, der den von Google entwickelten Snappy-Algorithmus implementiert. Das Verfahren legt mehr Wert auf schnelle (De)Komprimierung als auf große Komprimierungsraten. Weil der von Dateisystemen verwendete Code im Linux-Kernel implementiert sein muss, hat Kleen zuerst den Snappy-Code von C++ nach C portiert und und den Kernel integriert, bevor er den eigentlichen Btrfs-Code geschrieben hat. Der Snappy-Code im Kernel steht nun auch anderen Kernel-Subsystemen zur Verfügung.

Nun hat David Sterba noch einen Patch eingereicht, der Btrfs mit dem Komprimierungsalgorithmus LZ4 ausstattet, der insbesondere auf Multicore-Systemen schnell abläuft. Laut den von ihm veröffentlichten Benchmarks ist LZ4 sogar noch schneller als Snappy, allerdings werden die Ergebnisse auf der Entwicklerliste kontrovers diskutiert.

Ähnliche Artikel

Mehr zum Thema

Btrfs implementiert RAID 5 und 6

Als experimentelles Feature beherrscht das neue Linux-Dateisystem Btrfs nun auch die RAID-Level 5 und 6.

Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Artikel der Woche

Workshop: Virtualisierte Umgebungen mit Linux-Appliances überwachen

Für das Monitoring von Hyper-V- oder VMware vSphere-Infrastrukturen sind virtuelle Appliances, die Sie in die virtuelle Infrastruktur einbinden, um diese zu überwachen, eine kostengünstige Alternative zu Monitoring-Suiten. In diesem Beitrag zeigen wir die Leistungsfähigkeit von VMTurbo, Zabbix und Nagios und wie Sie diese einrichten und schließlich den konkreten praktischen Nutzen der Überwachung. (mehr)

Google+

Ausgabe /2015

Cloud Computing

Cloud Computing ist für mich

  • ein Buzzword ohne konkrete Auswirkungen auf meine Arbeit.
  • eine sinnvolle Technologie, die ich allerdings so bald nicht einsetzen werde.
  • eine interessante Technologie, die ich bereits praktisch evaluiere.
  • Alltag - ich setze heute bereits Clouds produktiv und erfolgreich ein.
  • alter Wein im neuen Schlauch. Was ist der Unterschied zu Virtualisierung?