Erstes Community-Release 3.0 von oVirt für KVM-Management

10.02.2012

Das erste offizielle Release 3.0 der Software oVirt zum Management virtueller Umgebungen unter Linux ist fertig.

Das Entwicklerteam von oVirt hat das erste Release 3.0 der Virtualisierungsmanagementlösung freigegeben. Damit lassen sich einzelne auf Linux-KVM basierende virtuelle Maschinen wie auch komplette virtuelle Umgebungen verwalten. Die Fähigkeiten, die oVirt bereitstellt, umfassen unter anderem Hochverfügbarkeit, Live-Migration, Storage-Management und einen System-Scheduler. Über ein Python-SDK stehen die Funktionen auch externen Programmen zur Verfügung, alternativ über eine Webservice-Schnittstelle per REST.

oVirt 3.0 basiert auf dem JBoss Java Application Server 7. Für Shared Storage in virtualisierten Umgebungen bietet oVirt Support von NFS, iSCSI und Fibre Channel. Fürs Benutzermanagement unterstützt oVirt den Red Hat / Fedora Directory Server, FreeIPA und Microsoft Active Directory.

Hinter oVirt steht vor allem die Firma Red Hat, die das freie Software-Projekt als Basis für das Management des kürzlich vorgestellten Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) 3.0 verwendet. Als freie Software steht oVirt unter der Apache-Lizenz ASL 2.0. In dem Gremium, das die Entwickung von oVirt steuert, befinden sich außerdem Mitarbeiter von Suse/Novell, Cisco, Netapp, Intel, IBM und Canonical.

Primäre unterstützte Plattform ist derzeit das ebenfalls von Red Hat vorangetriebene Community-Linux Fedora 16, für das es ein eigenes Software-Repository mit oVirt-Paketen gibt. Hinweise zum Einbinden dieses Repository, das die Installation von oVirt mittels eines einzigen Yum-Kommandos ermöglicht, finden sich unter http://www.ovirt.org/get-ovirt/. Für die Betreiber anderer Linux-Distributionen stellt oVirt auf derselbene Seite Quellcode-Pakete bereit. Mehr Details über oVirt sind in den Release Notes zu finden.

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