Lenovo kauft Motorola von Google

30.01.2014

Eine Woche nach dem Kauf der IBM-Serversparte übernimmt Lenovo auch den Mobiltelefonhersteller Motorola von Google und will so auf dem Smartphone-Markt weiter wachsen. Google dagegen hat offenbar die Nase voll der Smartphone-Herstellung.

Der chinesische Hersteller Lenovo ist auf Einkaufstour. Nach dem Kauf der Serversparte von IBM letzte Woche hat nun Google den Verkauf von Motorola Mobility an Lenovo für rund 2,1 Milliarden Euro bekanntgegeben. Google hatte den Mobiltelefonhersteller erst 2012 aufgekauft, um selbst einen Hersteller für Android-Smartphones zu kontrollieren. Das Unternehmen hatte damals noch 12,5 Milliarden US-Dollar, also etwa 9,2 Milliarden Euro für Motorola bezahlt, davon aber etwa 2,3 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) bereits durch den zwischenzeitlichen Verkauf der Set-Top-Boxensparte von Motorola wieder eingenommen.

Google war nach eigenen Angaben beim Kauf von Motorola vor allem an den Patenten der Firma interessiert. Allerdings gelang es nicht, damit den Verkauf von Apples IPhone oder anderer Konkurrenten juristisch zu blockieren. Google will sich nun auf die Entwicklung des Linux-basierten Android-Betriebssystems konzentrieren und im Smartphone-Geschäft die Finger von der Hardware lassen. Die Firma betont aber, dass das andere Hardware-Projekte wie Google Glass nicht betreffe. Dazu passt, das Google in den letzten Monaten durch die Übernahme von Firmen aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Robotik und sogenannter intelligenter Geräte aufgefallen ist.

Lenovo hingegen bekräftigt seine Ambitionen im Smartphone-Bereich. Der Motorola-Kauf gilt als Ersatz für das gescheiterte Übernahmeangebot für Blackberry im letzten November. Lenovos Geschäftsführer Yang Yuanqing hofft, dass seine Firma dieses Jahr 100 Millionen Smartphones verkauft. 2013 waren es noch 45 Millionen, im Jahr davor unter 30 Millionen.

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