Linux-Kernel 4.12 veröffentlicht

10.07.2017

Linus Torvalds hat mit Version 4.12 einen besonders großen neuen Linux-Kernel freigegeben, dessen Neuerungen stark Treiber-orientiert sind.

In seiner Mail an die Entwicklerliste kündigte ihn Linus Torvalds als "nichts besonders Ungewöhnliches" an, der frisch verfügbare neue Linus-Kernel 4.12 sei "einfach nur groß" geworden und Ergebnis "von ganz normaler Entwicklungsarbeit, einfach nur mehr davon als üblich". 
Tatsächlich ist der neue Kernel mit fast 12 000 Commits beinahe der bislang größte in dieser Hinsicht – nur Version 4.9 zählte bislang mehr und diese war unter „Long Time Support“ erschienen. Eine ebenfalls weit überdurchschnittliche Anzahl führt die Gesamtheit der Patches zutage. Runde die Hälfte von ihnen sind der Unterstützung von AMDs zukünftiger High-End-Grafikkarte VEGA gewidmet. Aber auch sonst "dominiere die Treiber-Seite alles andere – zu mehr als 85 Prozent des gesamten Release-Patches", so Torvald. Weitere Schwerpunkte des Kernels 4.12 sind hier die Anbindung von USB Typ C oder auch der Intel-IPU-Treiber.
Darüber hinaus wartet 4.12 unter anderem mit zwei neuen I/O-Schedulern auf. Während Budget Fair Queuing (BFQ) auf der einen Seite Anwendungen auf dem Desktop responsiver gestaltet und die serverseitige Latenz minimiert, beschleunigt andererseits der Kyber-I/O-Scheduler den Zugriff auf Block-Geräte. Weiter steigt der Support für ARM-64-GEräte inklusive Security-Unterstützung des Trusted Execution Environment und sollen jetzt Power9-Chips auf einen 512 Terabyte großen Virtual Address Space zugreifen können.

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