Nginx stellt Application Platform vor

07.09.2017

Mehrere neue Software-Komponenten sollen es erlauben, (Micro)Services einfach zu betreiben.

Nginx, die Firma hinter dem gleichnamigen Webserver, hat eine "Application Platform" vorgestellt, die einige neue Komponenten enthält, um webbasierte Anwendungen zu betreiben und zu koordinieren. Neben dem kommerziellen Pendant des frei verfügbaren Webservers ist das zunächst die Nginx Web Application Firewall, die über eine klassische Firewall hinaus beispielsweise folgende Funktionen bietet: Schutz gegen SQL Injection sowie die typischen Angriffe auf Webanwendungen, etwa Cross-site Request Forgery (CSRF), aber auch nicht protokollkonforme HTTP-Requests, Schutz gegen Distributed-Denial-of-Service-Angriffe, Blacklisting von IP-Adressen und detailliertes Logging.

Ein weiterer Baustein der Nginx Application Platform sind die sogenannten Nginx Units, die nichts anderes sind als kleine Application Server, die für den Betrieb von Anwendungen in einer bestimmten Programmiersprache ausgelegt sind. Derzeit sind PHP, Python und Go unterstützt; Java und Node.js sollen folgen. Einzelne Units lassen sich über ein "Service Mesh" miteinander vernetzen und über eine REST-Schnittstelle steuern. Support für SSL/TLS und HTTP/2 fehlen derzeit noch. Der Quellcode uns ausführliche Dokumentation der Nginx Units ist in einem Github-Repository verfügbar.

Die Steuerung kompletter Anwendungen übernimmt schließlich der Nginx Controller, der zur Konfiguration eine webbasierte GUI bietet. Ein geschlossenes Beta-Programm für den Controller soll im vierten Quartal 2017 starten.

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