Offene Plattform für Smartphone-Hardware

29.10.2013

In Kooperation mit dem Phonebloks-Erfinder kündigt Motorola eine offene Hardware-Plattform für Smartphones an.

Motorola kündigt an, in einem neuen Projekt namens Ara die Entwicklung quelloffener Hardware für Smartphones voranzutreiben. Die inzwischen zu Google gehörende Mobilsparte von Motorola kündigt eine Zusammenarbeit mit dem Entwickler von Phonebloks, Dave Hakkens, an, denn sein Projekt verfolgt nämlich das gleiche Ziel: Die Schaffung einer offenen Hardware-Plattform, für die verschiedene Hersteller Komponenten aller Art entwickeln und anbieten können.

Auf diese Weise möchte Motorola im Smartphone-Bereich "für Hardware das tun, was Android für Software getan hat". In der Praxis bedeutet das wohl, dass die Firma eine Plattform aufbaut, auf der Drittanbieter ihre Komponenten feilbieten können, auf der Endanwender ihr eigenes Smartphone zusammenstellen und nachrüsten.

Möglicherweise hat Phonebloks mit Motorola den Partner gefunden, den es zur Realisierung seiner Vision gesucht hat. Smartphones sollen künftig keine proprietären abgeschlossenen Systeme sein, die auf dem Müll landen, wenn einzelne Komponenten defekt oder veraltet sind. Stattdessen gibt besteht das Telefon aus einem Board, auf dem sich sich Kern- und Peripheriegeräte anordnen und austauschen lassen.

Auf der anderen Seite findet Motorola mit Phonebloks eine existierende Community vor, auf die es bei einem solchen Projekt angewiesen ist. Der Hersteller sucht für Ara bereits nach so genannten Scouts, die die Ara-Entwicklung freiwillig unterstützen. Zur Belohnung winken den 100 aktivsten Scouts kostenlose Projekt-Ara-Geräte und allen anderen "exklusive Rabatte". Eine Alpha-Version des Modulentwickler-Kits (Modul Developer's Kit) will Motorola bereits diesen Winter veröffentlichen.

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