OpenStack bringt Pike-Release

30.08.2017

Die neue OpenStack-Version lässt sich einfacher modular verwenden und aktualisieren. 

Unter dem Codenamen "Pike" wurde das 16. Release des Cloud-Computing-Frameworks OpenStack veröffentlicht. Die modulare Architektur von OpenStack erlaubt es Anwendern jetzt, nur benötigten Funktionen auszuwählen und in ihre Infrastruktur zu integrieren und beispielsweise nur ein Storage-Modul von OpenStack zu verwenden. Diese Modularität zeichnet Pike gegenüber früheren OpenStack-Versionen aus.

Pike bietet unter anderem die folgenden neuen Funktionen, die die Handhabung verbessern sowie noch mehr Flexibilität und Skalierbarkeit bieten:

  • Nova Cells v2: Die Nova-Cells-Architektur ermöglicht große Implementierungen und die Skalierung des Rechendienstes. Mit Version 2 können Betreiber ihre Implementierungen aufsplittern (sharded deployment), um so die Datenbank und Nachrichtenwarteschlange besser skalieren zu können und außerdem fehlerhafte Domänen abzutrennen und einzelne fehlerhafte Bereiche besser zu eliminieren.
  • Zun: Der Containermanagement-Dienst Zun (früher Higgins) ist jetzt Teil der OpenStack-Distribution.
  • Python 3.5: Alle Projekte von OpenStack unterstützen jetzt Python 3.5. Damit möchte man auf das für 2020 bevorstehende Lebensende der Python-2.x-Versionen vorbereitet sein und außerdem die neuen Funktionen und die bessere Leistung zukünftig nutzen können.
  • Nutzung von etcd: Auf dem Boston-Summit entschied die Nutzer- und Entwickler-Community, etcd v3 als Lösung für die verteilte Sperrverwaltung für OpenStack zu verwenden. Die ersten Integrationen davon sind jetzt in der Version Pike vorhanden.
  • Reifung des Ironic-Dienstes für reine Hardware-Systeme: Ironic wird in der Version Pike weiterentwickelt: Mit der Integrationsmöglichkeit in Neutron-Netzwerke ergibt sich eine echte Mehrfach-Mandantenfähigkeit. Neben Cinder, Neutron, Nova und Swift bietet nun auch Ironic die laufende Aktualisierung im Betrieb an, so dass die Betreiber neue Codes einführen können, ohne dazu den Dienst unterbrechen zu müssen.
  • Cinder bietet jetzt eine Rollback-Mechanismus sowie die Erweiterung von Datenträgern: Mit der neuen Funktion "revert to snapshot" können Nutzer einen Datenverlust rückgängig machen oder nach einem Test das System in den vorigen Zustand zurücksetzen. Darüber hinaus können die Nutzer nun auch Datenträger erweitern, ohne dazu die virtuellen Maschinen herunterzufahren, sodass die Anwendungen dabei aktiv und online bleiben.
  • Objektspeicherung Swift bietet weltweit verteilte Erasure Codes: Selbst wenn das überregionale Netzwerk gestört ist, können einzelne Regionen noch normal funktionieren. Störungen in einer Region können zur Wiederherstellung entfernte Regionen nutzen. Auch die Leistung von Swift wurde verbessert, so dass jetzt mehrere Prozesse pro Server gleichzeitig laufen können.

Downloads von OpenStack Pike sind unter https://www.openstack.org/software/pike/ zu finden. 

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