Oracle monopolisiert Linux Ksplice

Oliver Frommel

Nach dem Kauf der Firma Ksplice schließt Oracle seine Konkurrenten von der Nutzung der Technologie aus.

Oracle hat den Abschluss des Kaufs der Firma Ksplice bekanntgegeben, die die gleichnamige Technologie entwickelt, die das Einspielen von Bugfixes in den Linux-Kernel ohne Reboot erlaubt. In Zukunft will Oracle den Ksplice-Service im Rahmen seines Premier-Support-Programms anbieten. Explizit weist Oracle in seinem Brief an die Kunden darauf hin, dass der Ksplice-Dienst nur Anwendern des eigenen Unbreakable Enterprise Kernel zur Verfügung steht. Der Support von Red Hat Enterprise Linux und Suse Enterprise Linux sei nicht geplant. In einer Präsentation stellt Oracle die eigene Linux-Variante (die im wesentlichen auf Red Hat Enterprise Linux basiert) dem Produkt von Red Hat gegenüber und hebt hierbei die Verfügbarkeit von "Zero Downtime Updates with Ksplice" als Vorteil heraus. Im Forum der IT-News-Site Slashdot wurden Rufe nach einem Ksplice-Fork, beispielsweise durch Red Hat, laut.

22.07.2011 11:46
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