Oracle nimmt Btrfs in Unbreakable Enterprise Kernel R2 auf

13.03.2012

Oracle hat Release 2 seines Unbreakable Enterprise Kernel bekanntgegeben und darin das neue Dateisystem Btrfs aufgenommen. 

Wie Oracle bekannt gibt, ist ab sofort Version R2 des so genannten Unbreakable Enterprise Kernel verfügbar. Dabei handelt es sich um eine von Oracle angepasste Version des Linux-Kernels, die gegenüber dem ansonsten der Oracle-Enterprise-Distribution zugrunde liegenden Red Hat Enterprise Linux verändert wurde. Dabei verfügt der Kernel nicht, wie der Namen vielleicht nahe legen könnte, über zusätzliche Sicherheits-Features, vielmehr suggeriert er die höhe Zuverlässigkeit des Kernels. Der Oracle-Kernel basiert auf Version 3.0.16 des Linux-Mainline-Kernels und integriert erstmals das neue Linux-Dateisystem Btrfs in die Distribution. 

Obwohl Btrfs bislang nicht für den produktiven Einsatz geeignet ist, sehen die kommerziellen Linux-Distributoren darin offensichtlich ein strategisches Feature, das über künftige Marktanteile entscheiden wird. Erst kürzlich hat Suse bekannt gegeben, dass das hauseigene Enterprise Linux 11 mit dem neuen Service Pack 2 nun Btrfs beherrscht. Das Dateisystem unterstützt Speicher bis zu 16 Exabyte und ist nach Angaben von Oracle für SSDs optimiert. Darüber hinaus verfügt es über eingebaute Fähigkeiten für RAIDs und Snapshots.

Neben dem neuen Dateisystem bietet der Oracle Unbreakable Kernel auch eine Vorschau des von Open Solaris stammenden DTrace, mit dem sich praktisch ohne Overhead Performance-Messungen an Kernel und Userspace-Programmen durchführen lassen. Oracle selbst ist maßgeblich an dem Port auf Linux beteiligt. Wie bei Suse Enterprise Linux 11 SP2 gibt es nun auch bei Oracle Support für Linux Container zur Virtualisierung. Der Unbreakable Kernel R2 steht für Oracle Linux 5 und 6 zur Verfügung. 

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