PHPMailer-Sicherheitslücken ohne Ende

28.12.2016

Nach dem Auffinden einer Sicherheitslücke folgt ein weiterer Exploit für den ersten Patch. 

Dawid Golunski hat in PHPMailer eine schwerwiegende Sicherheitslücke gefunden, die das Einschleusen und Ausführen eigenen Codes auf Websites ermöglicht, die das PHPMailer-Paket verwenden. Dazu gehören beispielsweise diverse weit verbreitete Content-Management-Systeme wie Drupal, Wordpress, Joomla, das Yii-Framework und SugarCRM. Die Sicherheitslücke hat ihre Ursache in der fehlerhaften Säuberung von Eingabedaten. 

Zwar wird die Sender-Adresse mit der Funktion escapeshellarg() gesäubert, bevor sie an die PHP-Mail-Funktion weitergereicht wird. Dabei wurde aber nicht berücksichtigt, das diese intern die übergebenen Parameter mit escapeshellcmd() bearbeitet. Im Zusammenspiel lassen sich so Anführungszeichen einschleusen, die es wiederum ermöglichen, eigenen Code über das Mailpaket auszuführen. 

In der Dokumentation der Lücke präsentiert Golunski auch einen Proof-of-Concept-Exploit. Vor der Veröffentlichung hatte er allerdings die PHPMailer-Enwickler benachrichtigt, die einen Patch für das Paket veröffentlichten. 

Wie sich herausstellte, konnte aber auch der Patch keine vollständige Sicherheit garantieren, denn es folgte ein weiterer Exploit von Golunski, der auch gepatchte PHPMailer exploiten kann. Darauf reagierten die PHPMailer-Entwickler mit einem neuen Patch, der das Problem nun endgültig beheben soll. Die so gesicherte PHPMailer-Version 5.2.20 wurde am 28.12. veröffentlicht. 

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