Qubes OS: Mehr Sicherheit durch Virtualisierung?

Oliver Frommel

Ein neues Betriebssystem basierend auf Linux und Xen will durch Virtualisierung für mehr Sicherheit auf dem Desktop sorgen.

 

Die Firma Invisible Labs um die Sicherheitsexpertin Joanna Rutkowska hat die Alpha-Version eines neuen Betriebssystems vorgelegt, das durch Virtualisierungstechnologie Desktop-Anwendungen besser absichern soll. Tatsächlich handelt es sich nicht um ein völlig neues Betriebssystem, sondern um eine virtualisierte Linux-Distribution, wie die FAQ des Projekts selbst einräumt.

Nach dem Prinzip "Security by Isolation" sollen Desktop-Anwendungen in eigenen virtuellen Maschinen gekapselt und somit  der Schaden im Falle von Sicherheitslücken und Exploits auf einzelne VMs beschränkt werden. Über alle virtuellen Maschinen wacht der Xen-Hypervisor. Netzwerk-Zugriff und Datenspeicherung wiederum laufen in eigenen, von den VMs gemeinsam genutzten Domains. Mehr Details zur Architektur verrät ein PDF-Dokument.

Derzeit befindet sich das Projekt noch im Alpha-Stadium, Interessierte können sich den Quellcode aus dem Repository herunterladen oder das System auf einer Fedora-12-Installation ausprobieren. Die endgültige Version wird für Ende 2010 angestrebt.

 

08.04.2010 10:40
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