Red Hat Enterprise Linux 7 veröffentlicht

11.06.2014

Red Hat hat die neueste Version seines Linux-Betriebssystems fertiggestellt, das voll auf Docker-Container setzt.

Unter dem Schlagwort "Enterprise Operating System" hat Red Hat Version 7 seiner kommerziellen Linux-Distribution vorgestellt. Schwerpunkte der neuen Distribution sind demgemäß Cloud Computing, Linux-Container und Big Data. Damit bilde RHEL 7 nicht nur "die Grundlage für die Open Hybrid Cloud und die Bereitstellung von Unternehmensapplikationen aus konvergenten Infrastrukturen, sondern setzt auch neue Maßstäbe als ein Enterprise Operating System, das deutlich mehr als generische Funktionen bietet", so Red Hat.

Konkret bedeutet dies, dass RHEL 7 nun die Container-Lösung Docker mitbringt, dank der sich Anwendungen in jeweils einzelnen Laufzeitumgebungen installieren lassen. Im Gegensatz zu Vollvirtualisierung per KVM (das in der Ankündigung nicht einmal erwähnt wird) verbrauchen dockerisierte Anwendungen weniger Ressourcen und sind im Handumdrehen verfügbar. Durch die Integration mit SELinux sind die Container auch im Hinblick auf Sicherheit voneinander getrennt.

Das nun standardmäßig verwendete XFS-Filesystem unterstützt im neuen Red Hat Enterprise Linux Dateisysteme bis zu einer Größe von 500 TByte. Auch die Integration in Active-Directory-Umgebungen soll mit RHEL 7 einfacher sein. Zum Start von Diensten verwendet die Red-Hat-Distribution nun die Systemd-Software, die künftig wohl in den meisten Linux-Distributionen diesen Dienst übernehmen soll. Die Verwaltung des Systems hat Red Hat vereinheitlicht und mit dem Framework OpenLMI auf eine standardisierte Basis gestellt.

Obwohl in der Ankündigung etwas stiefmütterlich behandelt, ist Virtualisierung mit KVM, Xen, VMware und Hyper-V immer noch ein wichtiges Thema für Red Hat, wobei der Schwerpunkt natürlich auf dem Linux-Hypervisor KVM liegt, auf dem Red Hat Enterprise Virtualization basiert. Hier gibt es eine Vielzahl kleiner Verbesserungen, etwa zertifizierte VirtIO-Treiber für die aktuellen Microsoft-Betriebssysteme Windows 8/8.1 und Server 2012 R2. Auch die Live-Migration von Gastsystemen von RHEL 6.5 auf Version 7 ist unterstützt.

Nach Angaben von Red Hat haben in Rahmen des Linux 7 Partner Early Access Program bereits mehr als 1000 unabhängige Software-Anbieter (ISVs) ihre Lösungen im Hinblick auf eine Kompatibilität mit dem "Betriebssystem der Open Hybrid Cloud" entwickelt

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