ADMIN-Tipp: Im Gleichschritt

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Eine falsche Ausrichtung der Partitionen einer Festplatte kann die I/O-Performance dramatisch verschlechtern.

Früher war alles einfacher: Da begannen die Nutzdaten einer Festplatte immer ab der logischen Blocknummer 63 (von Null beginnend, gezählt nach dem LBA-Verfahren, Logical Block Addressing). Davor lag der so genannte Master Boot Record. Die physischen Sektoren der Festplatte  waren exakt genauso groß wie die logischen des Filesystems, nämlich 512 Byte. Daher passte ein logischer immer genau in einen physischen Sektor.
Mit immer größeren Festplatten kam jedoch später der Wunsch auf, mit Hilfe von größeren logischen Sektoren die Zahl der Zugriffe zu minimieren und  jedesmal gleich 4 KByte statt 512 Byte zu lesen oder zu schreiben (Advanced Format).
Das funktioniert auch prima, nur ist es jetzt sehr ungünstig, wenn das Filesystem bei Blocknummer 63 beginnt, weil dann ein logischer Sektor des Filesystems immer über die Grenzen der darunterliegenden physischen Sektoren der Festplatte hinausragt. Das verursacht unnötige Zugriffe und die können die Perfomance ganz erheblich ausbremsen, insbesondere wenn immer nur kleine Häppchen bearbeitet werden.
Was kann man dagegen tun? Lässt man die erste Partition beispielsweise immer bei 1 MByte beginnen, verschenkt man zwar ein paar Sektoren Platz (die allerdings
kaum ins Gewicht fallen), hat dafür aber nahtlos ineinander passende logische und physische Sektoren, die keine zusätzlichen Zugriffe verursachen. Generell gilt: Der Startsektor jeder Partition sollte mindestens durch 8 (8 * 512 Byte = 4KiB), im Optimalfall auch durch 2048 (2048 * 512 Byte = 1 MiB) teilbar sein. Unter Linux warnen übrigens Partiionierungsprogramme wie fdisk vor dem Problem:

Warning: extended partition does not start at a cylinder boundary.

Sinngemäß gilt dasselbe auch in virtuellen Welten, nur ist es hier noch etwas  komplizierter, weil da das virtuelle Filesystem in einem physischen Filesystem gespeichert ist, das auf einem Datenträger liegt. Es gibt also eine Ebene mehr.

06.08.2013
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