Dateien richtig pasten

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Inhalte aus Dateien mit langen Zeilen richtig zu kopieren und einzufügen, ist gar nicht so einfach wie es klingt. 

Hier mal schnell einen SSH-Key ins Webinterface reinkopieren, da einen langen Hash von einem Terminal ins andere übertragen. Das sind typische Arbeiten, die bei der Konfiguration eines Servers häufig anstehen. Oft schleichen sich dabei am Ende einer Zeile ungewollt Zeilenumbrüche ein, die wieder zu entfernen sind, wenn man sie nicht vergisst und sie dann zu schwer auffindbaren Fehlern führen. Natürlich gibt es unter Linux/Unix die passenden Tools, um dieses Problem zu lösen und Daten auf der Kommandozeile in den Copy-Puffer zu kopieren.

Dabei muss man wissen, dass es üblicherweise bei Unix-Systemen mit X Window System drei solcher Puffer gibt. Die "primäre" Auswahl, die eingefügt wird, wenn man die mittlere Maustaste drückt, die "sekundäre" Auswahl und die Clipboard-Auswahl. Letztere ist der Speicher, den Anwender von anderen Betriebssystemen zu sehen bekommen, wenn sie die Tasten [Strg]+[v] drücken.

Mit den Tools "xclip" oder "xsel" können Anwender Daten in diese Puffer schreiben, um sie später per Paste wieder einzufügen. Ein SSH-Public-Key lässt sich beispielsweise so in den Clipboard-Puffer kopieren:

xclip -in -selection c .ssh/id_rsa.pub

Mit "xsel" sieht der analoge Aufruf so aus:

xsel -b < .ssh/id_rsa.pub 

Damit die beiden Aufrufe auch funktionieren, wenn man Daten von einem Rechner auf den anderen überträgt, muss das Forwarding des X-Protokolls eingeschaltet sein, bei "ssh" etwa mit den Parametern "-X" oder "-Y". Wer am anderen Ende der Leitung die Daten ohne Maus wieder einfügen möchte, kann ebenfalls eins der beiden Kommandos verwenden, zum Beispiel

xsel -b -o

 

09.02.2016
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