VMware wird Gold-Mitglied der Linux Foundation

09.03.2017

Der Virtualisierungspionier rückt im mittlerweile wenig exklusiven Club von Linux-Förderern auf.

Wie die Linux Foundation mitteilt, ist VMware jetzt ein "Gold Member" der Stiftung, die sich um Entwicklung von Linux und darum gruppierter Open-Source-Software kümmert. Damit gesellt sich VMware zu anderen Gold-Mitgliedern wie Citrix, Dell EMC, Facebook, SUSE und Toshiba. Gold Member tragen jährlich 100.000 US-Dollar zum Budget der Linux Foundation bei. Zu den Platin-Mitgliedern, die pro Jahr 500.000 US-Dollar spenden, gehört neben IBM, Huawei, Cisco, Fujitsu, Samsung, Samsung, Intel, Oracle, Hitachi und Qualcomm seit November letzen Jahres auch Microsoft. VMware war schon seit 2008 Mitglied der Foundation und ist jetzt in die Goldränge aufgestiegen.

Jim Zemlin, der Direktor der Linux Foundation, kommentiert VMwares Mitgliedschaft so: "VMware has underscored its commitment to the principles of open source development. The open source community will benefit from VMware’s wealth of talent and resources as we collaborate to solve technology challenges from the data center to cloud infrastructure and beyond.", und Dirk Hohndel, Vice President und Chief Open Source Officer bei VMware, ergänzt "VMware looks forward to working more closely with the open source community, and we know this involvement will enable even ever better solutions and services for our customers".

Einzelne Entwickler aus dem Linux-Umfeld sehen den Beitritt weniger optimistisch. So stellt Harald Welte, der in mehreren Gerichtsverfahren erfolgreich die GPL-Lizenz verteidigt hat, in seinem Blog die rhetorische Frage, ob es ein positives Signal sei, dass mutmaßliche Verstöße gegen die GPL keine Folgen für eine Linux-Foundation-Mitgliedschaft hätten. Der Hintergrund ist, dass VMware beschuldigt wird, in seinen Produkten vom Linux-Kernel abgeleitete Software zu verwenden, ohne den Quellcode herauszugeben, wie die GPL-Lizenz es verlangt. Der Kernel-Entwickler Christoph Hellwig hat entsprechende Vorwürfe erhoben und ein Gerichtsverfahren angestrengt. VMware bestreitet die Anschuldigungen.

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