Management virtueller Maschinen
Hausgemacht
Virtuelle Maschinen eignen sich hervorragend dazu, beispielsweise System-Upgrades zu testen, die immer mit einem gewissen Risiko verbunden sind. So wollten wir testen, ob ein Komplett-Update von CentOS 5 auf 6 möglich ist, eine Prozedur, von der die Release Notes abraten. Der erste Schritt besteht darin, vom laufenden System eine möglichst aktuelle Kopie zu machen. Für diese sogenannte P2V-Migration (Physical-to-Virtual) gibt es einige Möglichkeiten, etwa spezielle Tools aus dem »virt-v2v«
-Paket [1] oder ein übers Netz angefertigtes Image mit »dd«
, das aber bei einem laufenden System kaum zu einem konsistenten Ergebnis führen wird. Sauberer lässt sich das mit einem der für Linux verfügbaren Image-Backup-Programme wie Clonezilla [2] oder Partimage [3] erreichen, doch das erfordert, das System herunterzufahren und ein Live-System zu booten.
Zum Zweck des Update-Tests, der keine einhundertprozentige Synchronisierung erforderte, entschieden wir uns dafür, per »rsync«
die CentOS-Installation auf den Server zu kopieren, der das gastgebende System werden sollte. Auf diese Art lassen sich die Daten nach der ersten vollständigen Kopie problemlos und schnell aktualisieren. Ein Disk-Image für das virtuelle System kann man etwa mit »qemu-img«
anlegen oder gleich mit »guestfish«
[4], das auf Wunsch ein Ext3-Dateisystem erzeugt [5]:
guestfish -N fs:ext3
Mit dem Aufruf von Guestfish mit dem neuen Image (»guestfish -a Image«
) landet man in
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