Modus operandi

Als nächstes schalten Sie Clonezilla in den Einsteigermodus (»Beginner« ). Den optionalen Experten-Modus brauchen Sie nur in Sonderfällen – etwa, wenn Sie bei Problemen einen genauen Einfluss auf die Image-Erstellung benötigen oder das verwendete Kompressionsverfahren ändern möchten.

Das folgende Menü bietet vier Möglichkeiten: Clonezilla kann eine Partition in ein Image schreiben (»saveparts« ) oder umgekehrt eine Partition aus einem bereits bestehenden Image wieder herstellen (»restoreparts« ). Sie können aber auch gleich die komplette Festplatte in ein Image packen (»restoredisk« ) beziehungsweise ein solches Rundum-Backup wieder zurückspielen (»restoredisk« ).

Für das Backup der Systempartition wählen Sie den zweiten Punkt »saveparts« und geben der Sicherung einen Namen (wohlgemerkt der Sicherung, nicht der eigentlichen Image-Datei). Den Vorschlag aus Datum und angefangener Stunde dürfen Sie einfach überschreiben. Anschließend möchte Clonezilla wissen, welche Partitionen es im Image speichern soll. Die gewünschten Kandidaten markieren Sie mit der Leertaste. In Abbildung 3 ist dies nur die Systempartition der ersten Festplatte (»hda1« ).

Abbildung 3: Wie das Sternchen festlegt, soll Clonezilla nur die erste Partition der ersten Festplatte sichern.

Beachten Sie, dass hier in der Liste nur diejenigen Partitionen auftauchen, die nicht irgendwo gemountet sind. Nachdem Sie Ihre Wahl bestätigt haben, überspringen Sie den grün eingefärbten Befehl einfach per [Eingabe].

Startschuss

Clonezilla zeigt Ihnen jetzt noch einmal in leuchtend gelben Lettern, welche Partition es wohin sichert. Die Angaben bestätigen Sie mit einem »y« , woraufhin Clonezilla unverzüglich seine Arbeit aufnimmt. Je nach Größe der zu sichernden Partition kann die mehrere Minuten dauern. Über den Fortschritt und die noch verbleibende Zeit informiert die Zeile am unteren Bildschirmrand.

Clonezilla schreibt dabei die Partition nicht etwa in eine riesige Datei, sondern teilt das Image automatisch in kleine Stückchen von jeweils 2 GByte Größe auf. Diese landen wiederum mit ein paar Zusatzinformationen garniert in einem Unterverzeichnis, das den Namen der Sicherung trägt. Clonezilla erstellt das Abbild übrigens nicht selbst, sondern überlässt dies einigen wohlbekannten Kommandozeilenprogrammen, allen voran »partclone« , »ntfsclone« und »dd« .

Sobald Clonezilla das Abbild erstellt hat, beendet es sich einfach komplett. Nach einem Druck auf die Eingabetaste haben Sie immerhin die Wahl, den Computer auszuschalten, einen Reset auszulösen, auf die Kommandozeile zu wechseln oder Clonezilla neu zu starten. Um letzteres zu erreichen, tippen Sie die »3« .

Umzugshilfe

Um eine Partition oder eine Festplatte zu klonen, wählen Sie im Menü aus Abbildung 3 »device-device« und starten den »Beginner mode« . Im nächsten Schirm haben Sie die Möglichkeit die ganze Festplatte auf eine andere lokal angeschlossene Festplatte zu überspielen (»disk_to_local_disk« ), die ganze Festplatte über das Netzwerk zu verschicken (»disk_to_remote_disk« ), eine einzelne Partition auf einen lokal angeschlossenen Datenträger zu klonen (»part_to_local_part« ) oder aber eine einzelne Partition über das Netz zu versenden. Wird beispielsweise die alte Platte zu klein, setzen Sie einfach eine größere dazu, starten dann Clonezilla und wählen hier den ersten Punkt. Anschließend ist wieder Vorsicht geboten: Aus der erscheinen Liste wählen Sie die »Quelle« , also die Partition oder Festplatte, von der Sie einen Klon erstellen möchten. Im zweiten Schritt wählen Sie das »Ziel« , also die Partition auf der neuen Festplatte, die Clonezilla gleich mit der Kopie überschreibt. Alle dort eventuell noch gespeicherten Daten weilen anschließend im Jenseits. Zum Schluss prüfen Sie noch einmal alle Einstellungen und bestätigen sie mit einem »y« .

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