Datenverlust vorbeugen

Moderne Festplatten verfügen über eine Selbsttest-Funktion, mithilfe spezieller Programme können Sie den aktuellen Zustand der Hardware auslesen. Befindet sich eine Platte in einem kritischen Zustand, erlaubt ZFS, diese aus einem bestehenden Pool herauszunehmen, um die Hardware zu überprüfen:

zpool offline rpool /tmp/rpool3

Stellt sich heraus, dass die Hardware irreparablen Schaden genommen hat, steht ein Austausch an. Die neue Hardware ersetzen Sie im System mittels des Kommandos »zpool replace« , wie in Listing 3 zu sehen. Während also »offline« die Platte lediglich im Verband deaktiviert, ersetzt – wie der Name schon sagt – »replace« ein vorhandenes Medium.

ZFS synchronisiert im Anschluss den Pool, was unter Umständen einige Minuten dauert. Mit dem Befehl »zpool status« behalten Sie den Überblick über den gegenwärtigen Zustand.

Snapshots erstellen

Wer sich bisher wunderte, wieso sich Apple für ZFS interessiert, den dürfte ein interessantes Feature bei Mac OS X aufgefallen sein: Dessen "Time Machine" speichert Zustände des Dateisystems ab. Damit haben Sie die Möglichkeit, zu älteren Zuständen wieder zurückkehren. Hinter Time Machine verbirgt sich ZFS, das mit seinen Snapshots alles Notwendige mitbringt.

In OpenSolaris haben die Entwickler dieses Feature bereits in Nautilus [5] integriert. Unter Linux bleibt es vorerst nur über die der Befehlszeile zu erreichen. Einen Schnappschuss erstellen Sie beispielsweise mit dem Befehl »zfs snapshot rpool@erstellt« . Wichtig dabei ist das Zeichen »@« und eine darauf folgende beliebige Zeichenkette. Vorhandene Pools und Snapshots zeigt »zfs list« an (Listing 5).

Wenn Sie nun im Pool Veränderungen vornehmen, also Dateien kopieren oder hinzufügen, unterscheiden sich die Spalten »USED« und »REFER« vom Ausgangszeitpunkt. Haben Sie versehentlich Daten gelöscht, reicht ein »zfs rollback rpool@erstellt« aus, und der Pool befindet sich wieder im ursprünglichen Zustand.

Listing 5

<C>zfs list<C>

 

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