High Availability lässt sich heute mit günstiger Hardware und einer großen Auswahl an kommerzieller sowie freier Software realisieren. ADMIN erklärt die ... (mehr)

Service für die Services

Das SMF benutzt die SQLite-Datenbank zur Verwaltung. Der Administrator muss die Datenbank aber nicht direkt verändern, sondern kann dazu auf die folgenden Werkzeuge zurückgreifen:

  • »svcadm« : Bearbeiten von Service-Instanzen (Starten, Beenden, …)
  • »svcs« : Statusabfrage von Services
  • »svccfg« : Konfigurieren von Services
  • »svcprop« : Abfragen, für Shellskripte
  • »inetadm« : Verwalten von Services, die von »inetd« kontrolliert werden
  • »vp-services« : Grafisches Administrationswerkzeug mit den Funktionen von »svcadm« und »svcs«

Praxis: Statusabfrage

Als Beispiel soll der Status von »rlogin« ermittelt werden. Mit »vp-services« und »svcs« stehen zwei Abfragewerkzeuge zur Verfügung. Bei der standardmäßig installierten Gnome-Oberfläche startet der Administrator das Tool »vp-services« über »System« , »Systemverwaltung« und »Dienste« . Nach dem Programmstart listet es die Systemdienste auf. Die Anzeige kann durch Klick auf den jeweiligen Spaltenkopf entsprechend auf- oder absteigend sortiert werden. Die Filterfunktion beschränkt die Menge der angezeigten Services. Abbildung 1 demonstriert die darin enthaltene Suchfunktion.

Abbildung 1: Details der Statusabfrage von vp-services. Ein Mausklick markiert die gewünschte Zeile, danach lassen sich (abhängig vom Status) weitere Funktionen aufrufen (Enable, Disable Properties).

Die Shell-Eingabe führt meist schneller zum Ergebnis. Ruft der Admin »svcs« ohne weitere Angabe von Optionen auf, erhält er eine Liste der Services, mit dem Dienstnamen (»svcs Service« ) eine Kurzübersicht, mit der Option »-l« umfangreichere Informationen. Mit der Option »-xv« erhält der Administrator eine ausführliche Auflistung aller Services, die zwar enabled sind, aber nicht laufen und möglicherweise den Start anderer verhindern (Abbildung 2).

Abbildung 2: Liste von Services, deren Start fehlschlug.

Das Tool gibt auch kurze Hinweise, warum der Service nicht starten konnte und gegebenenfalls auch auf Fundstellen, die über weitere Maßnahmen informieren. Wer bei der Abfrage zusätzlich einen Servicenamen angibt, erhält eine umfangreiche Auskunft, unabhängig von dessen Status. Abbildung 3 zeigt »talkd« zunächst in deaktiviertem, anschließend im aktivierten Fall.

Abbildung 3: Detailauskunft über den Talk-Service.

Über klassische RC-Skripte gestartete Daemons werden nur teilweise (»svcs« ohne Optionen beziehungsweise mit »-a« ) angezeigt:

$ svcs -a | grep lrc
legacy_run  11:43:11 lrc:/etc/rc2_d/S20sysetup
legacy_run  11:43:11 lrc:/etc/rc2_d/S47pppd
legacy_run  11:43:11 lrc:/etc/rc2_d/S72autoinstall
...

Die zugehörigen Prozesse der FMRIs lassen sich über den Schalter »-p« ermitteln:

svcs -p ssh
STATE       STIME    FMRI
online      11:43:10 svc:/network/ssh:default
            11:43:10      500 sshd

Dabei gilt es aber zu beachten, dass ein als »online« dargestellter FMRI nicht zwangsläufig auch Prozesse anlegt! So starten manche Daemons erst mittels »inet.d« auf Anforderung.

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